Filmvorführung: 14.Tîrmehê (14. Juli) – Die Hölle von Dîyarbakir

Sontag | 14.Juli | 16Uhr
Kurdischen Kulturzentrum, Alt Fermersleben 26

Zum Jahrestag der Ereignisse im Gefängnis von Amed, wollen wir den Film ein zweites mal zeigen.

Am 12. September 1980 ereignete sich in der Türkei ein Militärputsch, der sich gegen Demokraten, Linke und KurdInnen richtete. Continue reading

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25 Jahre Gedenken an Halim Dener

// Zugtreffpunkt für Anreise aus Magdeburg // 06.07.2019 // 11 Uhr // ZOB //

Bei Wikipedia wird das Alter von Halim Dener mit 41 Jahren angegeben. So alt wäre er tatsächlich, hätte ihm nicht vor 25 Jahren, in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli, ein deutscher Polizist in den Rücken geschossen.
Halim Dener wurde erschossen, weil er in dieser Nacht Plakate der kurdischen Befreiungsbewegung plakatierte.
Er repräsentiert in seiner Person viele verschiedene Kämpfe, die hier und weltweit geführt werden – der Kurdistan-Konflikt, Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie (rassistische) Polizeigewalt.

GEFOLTERT. GEFLÜCHTET. VERBOTEN. ERSCHOSSEN.

gefoltert.
Der 16-jährige Kurde Halim Dener musste 1994 vor der Verfolgung durch den türkischen Staat aus seiner Heimat Kurdistan fliehen. Damals zerstörte das türkische Militär 4.000 Dörfer – Menschen zu ermorden, verschwinden zu lassen und zu foltern waren gängige Praxis von Polizei, Geheimdienst und Paramilitärs. Halim selbst wurde nach einer Festnahme von der türkischen Polizei eine Woche lang verhört und gefoltert.

geflüchtet.
Halim flüchtete vor Krieg und Verfolgung unter falschem Namen, um seine Familie in der Heimat nicht zu gefährden. Als sog. „minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling“ kam er in die BRD. Hier war nach öffentlicher rassistischer Hetze und Pogromen an Geflüchteten und Migrant*innen 1993 das Grun­drecht auf Asyl durch Änderung des Grundgesetzes faktisch abgeschafft worden.
Auch heute fliehen Menschen aus Konfliktregionen, und hoffen in Europa auf ein sicheres Leben, darunter viele Minderjährige. Doch die europäische Union setzt immer mehr auf eine rigide Abschottungspolitik, das Mittelmeer wird zum Massengrab, Helfer*innen werden kriminalisiert.

verboten.
Im November 1993 wurde in der BRD die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und alle ihr nahestehenden Organisationen als „Terrororganisation“ verboten. Durch öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen. Nach wie vor findet das Verbot rege Anwendung: die Repression trifft die Strukturen der kurdischen Bewegung, insbesondere aber kurdische Jugendliche und Aktivist*innen, die sie sich mit der Bewe­gung identifizieren und politisch engagieren.

erschossen.
Auch in der BRD setzte sich Halim für die kurdische Bewegung ein. So plakatierte er wenige Wochen nach seiner Flucht in Hannover Plakate mit dem Emblem der ERNK, des (damaligen) poli­tischen Arms
der PKK. Dabei wurde Halim in der Nacht vom 30.06.1994 von SEK-​Polizisten in Zivil überrascht, bei der Festnahme wurde ihm aus kürzester Entfernung in den Rücken geschossen. An dieser Schussverletzung starb Halim wenig später. Der Polizist wurde von seinen Kolleg*innen gedeckt. In einem zweifelhaften Prozess wurde der Schütze freigesprochen, ohne dass die Tat aufgeklärt werden konnte.
Halims Tod ist kein Einzelfall: Christy Schwundeck, Oury Jalloh oder Achidi John sind weitere bekannte Opfer von Polizeigewalt.

5 Jahre Kampagne Halim Dener
Vor 5 Jahren haben wir eine Kampagne gestartet, um an Halims Schicksal zu erinnern und eine Auseinandersetzung in der Stadt anzustoßen. Wir haben einen öffentlichen Ort des Gedenkens an ihn gefordert. Wir haben demonstriert und protestiert. Haben mit der Stadtpolitik diskutiert und gestritten. Gedenkplatten wurden verlegt, Straßenschilder umgewidmet, und alles von der Stadt wieder entfernt.
Als der Bezirksrat Linden-Limmer einen Platz nach Halim Dener benennen wollte, glaubten wir uns für einen kurzen Moment am Ziel.

Solidarität mit der kurdischen Bewegung
Doch auch jenseits dieses lokalen Konflikts ist viel passiert:
Kurz nach dem 20. Todestag begann mit dem Kampf um Kobanê die Befreiung Rojavas vom Islamischen Staat. Es ging um nicht weniger als den Aufbau eines Gemeinwesens der Gerechtigkeit und Solidarität, der jenseits von Geschlecht, Religion und Ethnie von allen getragen wird.
Wir erlebten, wie in diesem Kampf die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ den Islamischen Staat zerschlugen. Wir sahen einen türkischen Staat, der den Friedensprozeß mit der PKK beendete, die kurdischen Städte in der Türkei bombardierte, zahllose Massaker und Massenvertreibungen verantwortete.
Wir sahen den türkischen Angriff auf Rojava und die Installation einer islamistischen Besatzung im Kanton Afrin.
Der deutsche Staat hat in all diesen Jahren das türkische Regime mit Rüstungsexporten unterstützt. Er hat zugleich die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung hier in Deutschland verschärft.
All das haben wir in den letzten Jahren im Rahmen der Kampagne Halim Dener thematisiert und skandalisiert.
All das hat die gemeinsame politische Basis für uns als Linke verbreitert, seien wir aus Kurdistan, aus der Türkei, aus Deutschland oder wo auch immer her.

Für ein würdevolles Gedenken
Wir mussten feststellen, dass die zunehmende Kriminalisierung der kurdischen Bewegung auch dazu führte, dass wir das Anliegen eines öffentlichen Gedenkortes an Halim Dener nicht durchsetzen konnten. Die Stadt Hannover war sogar bereit, das originäre Recht des Bezirksrates Linden-Limmer
auf Straßenbenennung einzukassieren, um einen Halim-Dener-Platz zu verhindern.
Als Kampagne rufen wir zum 25. Todestag ein letztes Mal dazu auf, zusammen auf die Straße zu gehen, massenhaft, kraftvoll und laut.

Wir erwarten nichts mehr von der Stadtpolitik. Wir werden deshalb die Kampagne am Ende dieses Jahres beenden.

Das würdevolle Gedenken an Halim Dener aber wird in unseren gemeinsamen Kämpfen entstehen!

Nichts und niemand wird vergessen!

GEDENKKUNDGEBUNG
30. JUNI 2019, 21.00 UHR
STEINTORPLATZ

BUNDESWEITE DEMONSTRATION
6. JULI 2019, 14.00 UHR
ERNST-AUGUST-PLATZ

 

// Zugtreffpunkt für Anreise aus Magdeburg // 06.07.2019 // 11 Uhr // ZOB //

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[14. Juni] Vortrag & Diskussion „Die Verflechtung Deutscher Politik mit den Grauen Wölfen”

Leider fällt der geplante Vortrag zum Thema: “Die Verflechtung Deutscher Politik mit den Grauen Wölfen” in seiner ursprünglich geplanten Form, wegen Krankheit, aus. Daher haben wir das Ganze, ein wenig, umgestellt und werden mit euch eine kleine Dokumentation zu dem Thema schauen und von lokalen Aktivist*innen etwas zu internationalistischer Solidaritätsarbeit  erfahren und im Anschluss gerne Diskutieren, wie globale Kämpfe gegen Unterdrückung und Ausbeutung auch unsere Kämpfe sind und umgekehrt.

Wir hoffen das Ihr, trotzdem, zahlreich erscheint und wir das Beste aus der Situation machen.

Faschismus und Nationalismus erleben mit den Wahlerfolgen der AfD, Pegida und den „Merkel muss Weg“-Demonstrationen ordentlich Auftrieb. AfD, die „Identitäre Bewegung” und andere rechte Akteur_innen in Deutschland haben die meisten antifaschistischen Gruppen auf dem Schirm.
Doch in vielen Gebieten und Städten gibt es auch zahlreiche Strukturen türkisch-faschistischer und islamistischer Bewegungen, welche in migrantischen Milieus und darüber hinaus gut verankert sind. Aus ihrem Umfeld kommt es immer wieder zu Übergriffen gegenüber Minderheiten und politisch Andersdenkenden, welche nicht in das Weltbild dieser Faschist_innen passen.

Die Radikale Linke Berlin und das Widerstandskomitee Berlin informieren über lokale Strukturen, Aktivitäten und Verbindungen in die deutsche Politik und diskutieren mit uns über mögliche Gegenstrategien.

Freitag | 14. Juni | 17 Uhr
Uni Magdeburg, G22 R111 (Pfälzer Straße – Linie 2, Haltestelle Universitätsbibliothek)

Vortrag im Rahmen der Antifaschistische Hochschultage Magdeburg

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DEMO: 8.6.2019 – RISE UP FOR ROJAVA in Leipzig

Wir rufen dazu auf sich am 8. Juni 2019, an der RISE UP FOR ROJAVA – Demonstration zu beteiligen.

Link zum Aufruf des Rojava Soli Bündnis Leipzig

Wir werden, aus Magdeburg, gemeinsam mit Zug anreisen. Treffpunkt ist 9:45 Uhr am ZOB.

Kommt Zahlreich!

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Solidaritätskundgebung am 9. Mai in Magdeburg

Am 9. Mai 2019 werden wir am Alten Markt in Magdeburg eine Kundgebung in Solidarität mit dem Hungerstreik der kurdischen Bewegung durchführen. Die Kundgebung wird von 15 Uhr bis 18 Uhr stattfinden. Kommt zahlreich und zeigt, dass wir zusammen mit unseren hungerstreikenden GenossInnen stehen!

Hoch die internationale Solidarität!

Die Hungerstreikenden werden siegen!

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1. Mai 2019 in Magdeburg

Das Solibündnis beteiligte sich in diesem Jahr an der Demonstration zum Ersten Mai in Magdeburg. Rund 200 Menschen folgtem am internationalen Kampftag der Arbeiter*innen dem Aufruf des Erste-Mai-Bündnisses.

Beginn war um 14 Uhr. Ungefähr eine halbe Stunde später setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Er lief vom Startpunkt in der Nähe des Damaschkeplatzes über die Große Diesdorfer Straße, Beims- und Spielhagenstraße zum Schellheimerplatz. Von da aus ging es weiter über die Annastraße, Goethestraße und Wilhelm-Klees-Straße zum Olvenstedter Platz, wo die Versammlung schließlich aufgelöst wurde. Während der Demo machten die Teilnehmenden durch Parolen ihre Ablehnung des Kapitalismus deutlich, riefen zu internationaler Solidarität auf und erinnerten an die Gefangenen in den Knästen. Zudem zeigten die Teilnehmenden Transparente und Schilder mit Forderungen, die durch verschiedene Fahnen ergänzt wurden. Zusätzlich wurden Anwohner*innen und Passant*innen mit Flugblättern und Erste-Mai-Zeitungen über Anlass und Inhalt des Aufzuges aufgeklärt und mit weitergehenden Informationen versorgt. Auf diese Weise konnte auch unser Solibündnis über seine Aktivitäten informieren und unterschiedliche Menschen im Stadtteil erreichen.

 

 

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Klassenkampf bedeutet Internationale Solidarität

Beitrag zum 1. Mai 2019:

Weltweit gehen am Ersten Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiter*innen, Menschen auf die Straße. Am 1. Mai 1890 wurden zum ersten Mal international Massenstreiks und Massendemonstrationen durchgeführt. Seitdem fordern Menschen überall auf dem Globus ein gerechtes und würdiges Leben ein. Viele der weltweit geführten Kämpfe zur sozialen und politischen Befreiung und speziell Arbeitskämpfe kristallisieren sich an diesem Tag.

An diesem Tag sind die Kämpfe die wir vor Ort führen noch intensiver als sonst miteinander verbunden. Das gemeinsame Band, das uns an diesem Tag verbindet, eint uns im Kampf gegen die Welt der Reichen und Mächtigen, der systematischen Ausbeutung und Unterdrückung durch den Kapitalismus, Patriarchat und Imperialismus.

In Deutschland gibt es mit dem Hartz-IV-Regime noch ein Mindestmaß an sozialer Absicherung, um den sozialen Frieden aufrecht zu erhalten. Das ist zwar zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel. Jedoch sind die Klassengegensätze in Deutschland deshalb scheinbar noch nicht ganz so stark, die Arbeitsbedingungen angeblich nicht ganz so schlimm und Armut eine andere Armut als in vielen anderen Ländern. Entsprechend wenig kämpferisch sehen auch die Veranstaltungen der auf „Sozialpartnerschaft“ setzenden großen deutschen Gewerkschaften aus. Anders ist das in den Ländern des globalen Südens, von deren Ausbeutung westliche Staaten wie Deutschland profitieren. Dieses Ausbeutungsverhältnis wird Imperialismus genannt. Im Kapitalismus muss der Staat als ideeller Gesamtkapitalist durch das ständige Wachstum neue Absatzmärkte in anderen Ländern schaffen, um die sinkende Profitrate zu kompensieren und beispielsweise Rohstoffzugänge sicherzustellen. Dies kann über „Partnerschaften“ wie der BRD mit der Türkei, durch Unterstützung von Putschversuchen oder als Angriffskrieg realisiert werden. Auch wenn uns hier dieses Verhältnis von den Menschen dort unterscheidet, gibt es viel mehr, was uns eint.

Wir alle gehören zur lohnabhängigen Klasse, besitzen also keine Produktionsmittel und müssen unsere Arbeitskraft verkaufen. Dazu kommen Unterdrückungsverhältnisse wie durch Patriachat und Rassismus sowie der Kampf gegen den weltweit wiedererstarkenden Faschismus.

Praktischer Internationalismus hat in Europa eine lange Tradition. Menschen aus dem deutschsprachigen Raum haben sich schon an den vielfältigsten revolutionären Bewegungen auf der ganzen Welt beteiligt. Ein paar Beispiele sind Tamara Bunke, welche in Bolivien an der Seite von Che Guevara kämpfte und am 31. August 1967 von Konterguerillas ermordet wurde; Andrea Wolf die in den 1990er Jahren in Kurdistan kämpfte und am 23. Oktober 1998 fiel; Ivana Hoffmann, die im syrischen Teil Kurdistans – Rojava im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ am 7. März 2015 erschossen wurde. Heute beteiligen sich viele Menschen am Aufbau und der Verteidigung der Demokratische Föderation Nordsyrien – Rojavas.

In den letzten Jahren zeigten auch hier internationalistische Freiheitskämpfer*innen aktive Solidarität und bekämpften zusammen mit der YPG/YPJ den mörderischen IS. Dass sich Genoss*innen aus der ganzen Welt den kurdischen Selbstverteidigungskräften anschließen, erinnert an den Spanischen Bürgerkrieg. Damals schlossen sich über 5000 Menschen aus Deutschland den Internationalen Brigaden und den Milizen der CNT in Spanien an.

Doch auch für uns kann das heutige revolutionäre Projekt in Rojava als Errungenschaft gegen die Ausbeutung von Mensch und Umwelt und für die Frauenbefreiung und Schaffung von Räten gesehen werden, welche vor Ort erkämpft werden konnten. Wenn wir uns fragen, was genau zur Unterstützung getan werden kann, geben einige Berliner Genoss*innen ein Beispiel. Sie haben sich dem Hungerstreik der rund 7000 türkischen Gefangenen angeschlossen. Indem sie sich durch wiederholende öfffentliche Darstellungen am Hungerungerstreik gegen die Isolationshaft von Abdullah Öcalan beteiligen, was zur Zeit auch in anderen großen europäischen Städten, wie in Brüssel vor dem EU-Parlament, Helsinki oder in Basel stattfand. Sie setzen auch für den heutigen Ersten Mai eine politische Forderung und zeigen, dass diese ernst gemeint ist. So ernst, dass sie für einige der Hungerstreikenden in der Türkei bereits mit dem Tod endete.

Sie wollen Möglichkeiten aufzeigen, uns mit Rojava zu solidarisieren. Indem wir uns dafür einsetzen, dass die dortigen Basisinstitutionen, autonome Frauenbefreiung und der Demokratische Konföderalismus auch bei uns in lokale Kämpfe mit eingebunden wird und als Bewegung immer mehr Menschen anzieht, damit diese die Möglichkeit findet, um zu wachsen.

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

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Redebeitrag zum Tag der politischen Gefangenen

Wir dokumentieren an dieser Stelle unseren Redebeitrag, der am 18. März 2019 bei der Kundgebung vor dem Knast in Burg gehalten wurde:

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Angehörige und Freunde, liebe Schwestern und Brüder hinter Gittern!

Der 18. März, der Tag der politischen Gefangenen hat natürlich auch für uns als Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg eine besondere Bedeutung. Denn gerade die kurdische Freiheitsbewegung ist nicht nur im mittleren Osten besonderer Repression ausgesetzt, sondern vor allem in der BRD. Im 26. Jahr des Verbots der Kurdischen Arbeiterpartei – PKK , befinden sich 11 kurdische AktivistInnen in Untersuchungs- oder Strafhaft wegen angeblicher Mitgliedschaft in eben dieser (in der BRD). Hierfür bedient sich der Staat des Überwachuchungsparagraphen 129b. Aber auch gegen InternationalistInnen soll dieser nun angewandt werden, mit der Begründung der angeblichen Mitgliedschaft in der YPG/YPJ.
Die BRD hat Angst, dass sich die freiheitlichen Gedanken der Revolution von Rojava und der gemeinsame Kampf der deutschen radikalen Linken mit der kurdischen Befreiungsbewegung sich noch weiter vereinen.
Die Revolution in Rojava steht für ein friedliches miteinander aller Menschen, frei von Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Religion und Geschlecht. Der Frauenbefreiung kommt hierbei eine besondere Rolle zu. Die in Kommunen nach Rätestrukturen organisierte Gesellschaft beruft sich dabei auf den demokratischen Konföderalismus, nach den Ideen des Vorsitzenden der Kurdischen Arbeiterpartei, Abdullah Öcalan. Dieser befindet sich mittlerweile seit 1999 in Isolationshaft auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali. Durch einen internationalen Komplott wurde er vor 20 Jahren in Kenia festgenommen.
Doch der Widerstand gegen die Besatzung Kurdistans und der weltweiten Repressionen gegen AktivistInnen ist ungebrochen.
Leyla Güven befindet sich seit dem 7. November im Hungerstreik. Ihrem Beispiel folgen InternationalistInnen auf der ganzen Welt. Insbesondere sind die tausenden hungerstreikenden PKK-Gefangenen in den türkischen Gefängnissen zu nennen, auch die revolutionäre Linke der Türkei in Form der TKP/ML, MLKP und anderer zeigen so ihre Solidarität.
Diese Form des Kampfes die den Tod mit einschließt macht jeden Menschen unsterblich. Der kurdische Befreiungskampf ist seit jeher gepflastert mit Märtyrern. Sie lieben das Leben so sehr, dass sie dafür sterben.
Doch egal in welchem Teil der Welt wir leben, der patriarchale Kapitalismus sperrt Millionen von Menschen unserer Klasse in Knäste ein. Der gemeinsame Kampf gegen eben dieses System eint uns alle!

Freiheit für Abdullah Öcalan!
Weg mit dem Verbot der PKK!
Die Hungerstreikenden werden siegen!
Hoch die internationale Solidarität!

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Freiheit für Öcalan – Frieden in Kurdistan! Unterstützt den Kampf der Hungerstreikenden!

Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Text, den wir heute auf der Klima-Demo in Magdeburg verteilt und als Redebeitrag gehalten haben:

Am 15. Januar jährte sich der Tag der Verschleppung und Verhaftung Abdullah Öcalans zum 20. Mal. Er wurde durch Geheimdienste von Türkei und NATO gefangengenommen und unter uneingeschränkter Isolation auf der Insel Imrali in der Türkei inhaftiert.

Abdullah Öcalan ist einer der Gründer*innen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie politischer und ideologischer Repräsentant der kurdischen Befreiungsbewegung. Diese kämpft seit 40 Jahren für das Selbstbestimmungsrecht für alle Völker Kurdistans und gegen religiösen Fundamentalismus, Nationalismus und Faschismus.

Mit dem Demokratischen Konföderalismus haben sie seit 2005 eine friedliche und emanzipatorische Lösung für den ganzen Mittleren Osten entwickelt. Der Demokratische Konföderalismus ist ein System autonomer Organisierung der Gesellschaft, basierend auf den Prinzipien radikaler Demokratie, Ökologie und Frauenbefreiung. Mit der Revolution in Rojava und Nordsyrien wurde dieses Konzept in die Praxis umgesetzt. So wurde ein zuverlässiges alternatives System für die Völker in der Region geschaffen, die unter dem schrecklichen Bürgerkrieg zu leiden hatte, der seit 2011 Syrien zerstört.

Die verschiedenen fundamentalistischen und faschistischen Organisationen in der Region, wie zum Beispiel der sogenannte Islamische Staat (IS), sind nicht die einzige Bedrohung für die Revolution in Rojava und Nordsyrien. Während gerade die letzten Schlachten bis zum Sieg über den Faschismus des IS gekämpft werden, steht die Revolution schon von der nächsten Bedrohung. An der türkischen Grenze bereitet das faschistische Erdogan-Regime seinen Einmarsch vor. Erdogan will das emanzipatorische Projekt Rojava zerstören, ethnische Säuberungen vornehmen und der Region seine diktatorische Herrschaft aufzwingen. Genau das tat die türkische Armee schon mit der Invasion in Afrin, dem westlichsten der drei Kantone Rojavas, vor fast genau einem Jahr.

Angesichts dieses möglichen neuen Krieges initiierte die kurdische HDP-Abgeordnete Leyla Güven am 8. November des vergangenen Jahres aus dem Knast heraus einen unbefristeten Hungerstreik. Ihre Forderung ist die Freilassung Abdullah Öcalans und das Ende seiner mittlerweile 20 Jahre andauernden Isolation. Dies wird der erste Schritt für eine friedliche Lösung für Kurdistan und den Mittleren Osten sein. Ihre Aktion löste eine Welle der Solidarität aus und seitdem haben sich immer mehr Menschen ihren Forderungen und dem Hungerstreik angeschlossen. Bis heute sind über 300 politische Gefangene in türkischen Knästen in den Hungerstreik getreten. Dazu kommen dutzende Aktivist*innen in Rojava und Irakisch-Kurdistan sowie viele Menschen in verschiedenen europäischen Städten wie Straßburg, Duisburg, Nürnberg oder Kassel, die ebenfalls den Hungerstreik aufnehmen.

Leyla Güven war seit Januar 2018 inhaftiert. Sie wird beschuldigt, die türkische Militärinvasion in Afrin kritisiert zu haben. Am 25. Januar 2019 wurde sie freigelassen. Aber sie macht weiter, wie die anderen Hungerstreikenden, bis ihre Forderungen erfüllt worden sind. Leyla Güven befindet sich heute seit 114 Tagen im Hungerstreik.

Wir wissen, dass den europäischen Mächten das Leben unserer Freund*innen, die sich im Hungerstreik befinden, egal ist. Sie werden auch nichts tun, um die militärische Invasion in Rojava und Nordsyrien zu verhindern. Denn die einzige Möglichkeit, ihr auf Profit und Ausbeutung basierendes System aufrechtzuerhalten, ist durch Kriege, die viele Menschen mit ihrem Leben bezahlen. Die Aktion unserer Freund*innen ist als Antwort darauf zu verstehen, bei der es darum geht, um jeden Preis die Werte des Lebens und der Freiheit zu verteidigen. Als Internationalist*innen, die das Projekt in Rojava und Nordsyrien unterstützen, können wir nicht zu diesem Kampf schweigen. Wir kämpfen hier ebenfalls für die Werte eine befreiten Gesellschaft, die Verteidigung und den Schutz des Planeten und die Freiheit der Frauen.

Es liegt in unseren Händen, die Forderungen der Hungerstreikenden zu einer breit unterstützten öffentlichen Meinung zu machen. Und es ist auch an uns, für die Verteidigung der Revolution in Rojava und Nordsyrien und gegen Faschismus und Imperialismus auf die Straße zu gehen.

Für das Ende der Isolation Abdullah Öcalans! Nein zum Faschismus! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Die Hungerstreikenden werden siegen!

Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg

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Vortrag „Einführung in die kurdische Frauenbewegung und Jineolojî“

Am kommenden Dienstag wird eine internationalistische Genossin aus dem Jineolojî-Komitee Europa zu Gast sein. Sie wird eine kurze Übersicht über die Prinzipien der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung geben. Zudem wird über das dahinterstehende organisatorischen Modell, welches in der Revolution in Rojava umgesetzt wird, informiert. Des Weiteren werden wir durch ein Mitglied der Jineolojî arbeit in Europa erfahren, was Jineolojî ist: ein Vorschlag, eine radikale und revolutionäre soziale Wissenschaft durch eine Frauenbefreiungsperspektive aufzubauen.

Veranstaltung im Rahmen der Kampagne Jeder Tag ist Kampftag! – Magdeburg, einer Veranstaltungsreihe der Frauen*vernetzung Magdeburg rund um den 8. März 2019.

Dienstag | 26.02.2019 | Uni Magdeburg, Gebäude 40B, R026 | 18 Uhr

*Vortrag auf Englisch. Übersetzung vor Ort in Deutsch.

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