Veranstaltung 19. August 2018: 15’ê Tebaxê 1984 – 15. August 1984

Achtung!!!

Der Ort der Veranstaltung hat sich geändert! Sie findet nun im Nordpark statt!

Also 19.08.18, 13Uhr, Nordpark Magdeburg.

Wir werden außerdem gegen die Luftangriffe der türkischen Regierung auf den Şengal protestieren!

Am 15. August 1984 feuerten 22 GuerillakämpferInnen unter der Führung vom Kommandanten Egîd (Mahsûm Korkmaz) die erste Kugel in den Bergen Kurdistans gegen die Besatzung ihres Landes durch den türkischen Staat ab. Dies startete einen Guerillakrieg für Freiheit und die Selbstbestimmung des kurdischen Volkes. Die Revolution in Rojava und das Projekt der demokratischen Föderation Nordsyrien sind ein Resultat dieser historischen Aktion und der Anstrengungen tausendener Märtyrer, die in diesem Kampf gefallen sind.
Damals sagte die türkische Regierung, dass es nur Stunden bräuchte, um mit dieser kleinen Gruppe von „Terroristen“ fertig zu werden. Es hat sich zu einem 34 Jahren währenden Teil einer Revolution entwickelt, welcher sich Millionen Menschen auf der ganzen Welt angeschlossen haben und verteidigten.
Wir laden euch ein, den 34. Jahrestag des Guerillakampfes in Kurdistan mit uns zu feiern und gemeinsam die Luft der Freiheit zu atmen, die uns die kurdische Befreiungsbewegung von ihren Bergen bringt, um gemeinsam für Gleichheit, Freiheit und Selbstbestimmung aller Völker und Geschlechter zu kämpfen.

Sonntag 19. August 2018 – 13 Uhr
Nordpark – Magdeburg

Es wird gemeinsam gegrillt. Außerdem wird es Vorträge, Spiele und kulturelle Aktivitäten geben.

Bijî 15’ê Tebaxê! Bijî Berxwedana Gerilla! Bijî Berxwedana Efrînê!

Es lebe der 15. August! Es lebe der Widerstand der Guerilla! Es lebe der Widerstand in Afrin!

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Stellungnahme zu dem Angriff vom 9. August 2018

Am 9. August kam es während einer Kundgebung in Magdeburg, mit dem Motto „Freiheit für Öcalan und gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Kanton Afrin in der freien Förderation Nordsyrien – Rojava“, zu einem Angriff durch mindestens fünf Männer auf die KundgebungsteilnehmerInnen.

Die Angreifer kundschafteten die Kundgebung im Vorfeld ihres Angriffes aus. Sie beobachteten auch die an den Vortagen stattfindenden Kundgebungen, welche unter dem gleichem Motto liefen. Dabei machten sie Fotos und Videos von den KundgebungsteilnehmerInnen.

Sie starteten ihren Angriff mit Beleidigungen und Provokationen, speziell gegen die jungen Frauen, welche vor Ort waren. Nach kurzem Wortgefecht griffen sie gezielt die Frauen und einzelne männliche Teilnehmer an. Ihr Ziel war es, die Kundgebung mit Gewalt zu beenden und Angst zu verbreiten. Natürlich wurde dieser Angriff nicht widerstandslos hingenommen. Die an der Kundgebung Teilnehmenden verteidigten sich nach Kräften gegen diese hinterhältige Attacke.

Drei Genossinnen mussten wegen ihrer Verletzungen ins Krankenhaus, mehrere KundgebungsteilnehmerInnen mussten bei der später eintreffenden Polizei ihre Personalien abgeben. Während des gesamten Angriffes befanden sich mehrere Zivilpolizisten in der Umgebung, welche aber nicht eingegriffen haben.

Wie ist dieser Angriff politisch einzuordnen?

Als erstes ist zu sagen, dass dies keine ethnische Auseinandersetzung zwischen Kurden und Arabern, Türken und Syrern war oder ein religiöser Konflikt, sondern eine Konfrontation zwischen zwei Weltanschauungen.

Auf der einen Seite die faschistischen Ideen des Islamischen Staates und des AKP-Erdogan-Regimes und auf der anderen die fortschrittlichen Ideen der kurdischen Befreiungsbewegung, welche sich für Frieden zwischen den Völkern, Geschlechterbefreiung und für ein Ende des ausbeuterischen kapitalistischen Systems einsetzt.

Der Krieg im mittleren Osten und speziell in Kurdistan findet überall statt. Es ist nicht nur ein regionaler bewaffneter Konflikt, sondern ein ideologischer Krieg des kapitalistischen/imperialistischen Systems gegen die Unterdrückten auf der ganzen Welt, ob Asien, Europa oder hier in Deutschland.

Es ist auch speziell ein Krieg gegen die Frauen, welche gegen die patriarchale Mentalität eben dieses Systems kämpfen, das sie und die gesamte Gesellschaft unterdrückt.

Hier in Europa und Deutschland spüren wir diesen ideologischen Krieg in Form eines aufkommenden Faschismus, welcher sich besonders durch die neuen Polizeigesetze, die inhumane Abschottungspolitik und eine gnadenlose Unterdrückung sozialer Bewegungen auszeichnet. Dies bedeutet für uns, dass jede und jeder, der nicht ins System passt, Ziel von Repression werden kann.

Wir haben kein Vertrauen in den Staat und seine Repräsentanten, von ihnen haben wir nichts zu erwarten außer Verfolgung aufgrund unser freiheitlichen Ideen. Wenn wir jetzt nicht Maßnahmen gegen diese Angriffe treffen, werden sich diese intensivieren und ausbreiten. Wir müssen uns organisieren, eine Einheit bilden und geschlossen eine legitime Selbstverteidigung aufbauen.

Freiheit für Öcalan und alle politischen Gefangenen!

Schulter an Schulter gegen den Faschismus!

Jin, Jiyan, Azadî

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Filmvorführung: 14.Tîrmeh (14. Juli) – Die Hölle von Dîyarbakir

Am kommenden Samstag ist der Jahrestag des Widerstand des 14. Juli 1982. An diesem Tag begannen kurdische Revolutionäre im Knast von Diyarbakir (Amed, Kurdistan) ihren Hungerstreik. Wir zeigen deshalb am Samstag um 19 Uhr im Infoladen Stadtfeld den Film „14.Tîrmeh (14. Juli) – Die Hölle von Dîyarbakir“, der die Geschichte erzählt und die Hintergründe beschreibt.

Am 12. September 1980 ereignete sich in der Türkei ein Militärputsch, der sich gegen Demokraten, Linke und KurdInnen richtete. In der Folge wurde das Parlament quasi entmachtet und unter Kontrolle einer Militärregierung gestellt, die das Land auf Basis einer nationalistisch-religiösen Gleichschaltung führte. Zivilgesellschaftliche Gruppen und demokratische Strukturen wurden zerschlagen, KurdInnen verfolgt, tausende Personen wurden inhaftiert und in den Gefängnissen systematisch gefoltert. Der Film »14. Juli« erzählt die Geschichte der Helden des Hungerstreiks in dem türkischen Gefängnis der kurdischen Stadt Diyarbakir/Amed, der am 14. Juli 1982 begann und sich gegen die unmenschlichen Bedingungen in der Haft richtete.

Die Gegebenheiten in der Türkei heute sind nicht ohne einen Rückblick auf die Ereignisse nach dem Militärputsch 1980 zu verstehen. Aus diesem Grund ist dieser Film nicht nur von geschichtlichem Interesse, sondern immernoch aktuell.

Samstag | 14. Juli 2018 | 19 Uhr | Infoladen Stadtfeld | Alexander-Puschkin-Straße 20, 39108 Magdeburg

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Fi50WrWqUGc

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Solidaritätserklärung mit Grup Yorum

Die Teilnehmer des Treffens des Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg protestieren entschieden gegen das Vorgehen der Landespolizeiinspektion Saalfeld gegen Grup Yorum und das rebellische Musikfestival.

Mit repressivem Vorgehen der deutschen Polizei haben wir auch am 01.09.2018 in Magdeburg Bekanntschaft gemacht, als die Einsatzkräfte gegen Demonstranten wegen Fahnen von YPG und YPJ vorgingen.

Wir sind dagegen, daß die Behörden in Deutschland Erdogans faschistisches Regime unterstützen und für ihn die Drecksarbeit machen.

Revolution ist kein Verbrechen!

Magdeburg, 17.05.2018

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Heute Kungebung auf dem Alten Markt

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Autokorso durch Magdeburg

Am Nachmittag des heutigen Tages führten wir einen Autokorso durch die Magdeburger Innenstadt durch. Nachdem wir hupend und mit Fahnen auf unser Anliegen aufmerksam gemacht hatten, wurde vor dem MDR-Gebäude noch eine kurze Kundgebung abgehalten. Dabei versuchte die Polizei ein Transparent mit der Aufschrift „Freiheit für Öcalan“ zu verbieten. Dies entbehrte natürlich jeglicher Grundlage, weshalb wir das Transpi trotzdem nicht einpackten und weiter zeigten. Dieses Beispiel verdeutlicht jedoch einerseits die ständige Kriminalisierung der kurdischen Freiheitsbewegung durch die deutschen Behörden. Andererseits zeigt es die Unsicherheit auf der Seite der Polizei, die durch verschiedene sich teilweise widersprechende Verbote von kurdischen Symbolen keinen Durchblick hat.

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26.4.18 Flashmob in der Magdeburger Innenstadt: Schluss mit dem Angriff der Türkei auf Rojava!

Flashmob in der Magdeburger Innenstadt: Schluss mit dem Angriff der Türkei auf Rojava!

Am heutigen Tag führten verschiedene Menschen in der Innenstadt Magdeburgs einen Flashmob durch, um auf den Angriff der Türkei auf die demokratische Selbstverwaltung in Rojava (Nordsyrien) aufmerksam zu machen. Aus Protest gegen die Repression des deutschen Staates gegen die kurdische Freiheitsbewegung war die Aktion vorher nicht, wie sonst üblich, angemeldet worden. Flyer mit Hintergrundinformationen wurden an PassantInnen verteilt und es wurde für die Kundgebung am Samstag, die von 10 bis 17 Uhr unter dem Motto „Solidarität mit Kurdistan! Afrin verteidigen!“ auf dem Alten Markt geworben.

Schon in den vergangenen Tagen wurde auf das Thema aufmerksam gemacht. So hängten Unbekannte am Montag verschiedene Transparente mit Slogans wie „Erdogan und IS – Hand in Hand“, „Waffenexporte in die Türkei stoppen“ oder „Weg mit dem PKK-Verbot“ an Brücken in der Stadt auf. Am Dienstag besetzten AktivistInnen die SPD-Landesgeschäftsstelle, um auf die Verantwortung der Partei für den menschenverachtenden Flüchtlingsdeal mit Erdogan und die deutschen Waffenexporte an das türkische Regime aufmerksam zu machen.
Am gestrigen Mittwoch fand eine Informationsveranstaltung über die demokratische Selbstverwaltung in Rojava statt, wo Menschenunterschiedlicher Religionen und Kulturen gleichberechtigt zusammenleben und die Gleichstellung der Frau gelebt wird. Für den Freitag ist ein Autokorso durch Magdeburg geplant und am Samstag werden wir mit der Kundgebung am Alten Markt präsent sein und erneut unsere Forderungen wie ein Ende des Angriffs der Türkei auf Rojava, Stopp der deutschen Waffenexporte und Freiheit für Abdullah Öcalan in die Öffentlichtkeit zu tragen.

Solidaritätsbündnis Kurdistan-Magdeburg

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Presseerklärung des Solidaritätsbündnisses Kurdistan – Magdeburg zur Besetzung der SPD – Landesgeschäftsstelle

Am 24.04.2018 hat die Aktionsgruppe Anton Leschek – Zana Ciwan die SPD – Landesgeschäftsstelle in Magdeburg besetzt.

Zeitnah nach dem Betreten der Geschäftsstelle wurde durch die anwesenden SPD-Mitglieder die Polizei verständigt. Nach kurzer Zeit traf diese ein und betrat direkt das Gebäude.

Nach Aufforderung der Polizei verließen die AktivistInnen ohne Gegenwehr die Räumlichkeiten der SPD, um sich an einer spontanen Kundgebung zu beteiligen. Diese Kundgebung wurde von der Versammlungsbehörde Magdeburg und der Polizei lediglich in Bezug auf den von den AktivistInnen kritisierten Polizeieinsatz genehmigt. Sämtliche Bezugnahme, wie zum Beispiel durch Transparente, Parolen oder Musik, auf Kurdistan und dem Krieg in Afrin wurde untersagt und von der Polizei unterbunden. Auch Redebeiträge mit Bezug auf Kurdistan allgemein wurden verboten.

Die Polizei hatte die komplette Straße abgeriegelt und die Kundgebung mit Beamten umstellt und somit jegliche Öffentlichkeit verhindert. Deshalb wurde die Kundgebung zeitnah beendet. Die Beamten kontrollierten von sämtlichen Anwesenden die Personalien, auch von Menschen die die SPD-Geschäftsstelle nicht einmal betreten hatten.

Wortschöpfungen und Übertreibungen seitens der SPD, wie es sei zu „wüsten Rempeleien“ gekommen, zeigen, dass die SPD es tunlichst vermeidet, auf die von den AktivistInnen thematisierten Inhalte einzugehen. Stattdessen versucht sie, durch Diffamierung der AktivistInnen, die lediglich das Gebäude betraten, von ihrer nicht zu rechtfertigenden Politik abzulenken.

Wir kritisieren auch die Wiedergabe in manchen Medien in denen zum Beispiel davon berichtet wird, dass die Geschäftsstelle „gestürmt“ worden sei.

Wir als Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg halten Aktionen des zivilen Ungehorsames, die Aktion und die Forderungen der Aktionsgruppe Anton Leschek – Zana Ciwan, in Anbetracht des grausamen Krieges in Afrin und der Verstrickung der deutschen Politik mit der Türkei für mehr als angebracht und gerechtfertigt.

Wir danken allen Menschen, die an der Solidaritätsaktion teilgenommen haben.

Kontakt: solibuendnis-kurdistan-md[ät]riseup.net

 

Wir dokumentieren hier die Erklärung der Aktionsgruppe Anton Leschek – Zana Ciwan

SPD-Landesgeschäftsstelle in Magdeburg besetzt – Angriffe auf Rojava stoppen!

Wir haben heute die Landesgeschäftsstelle der SPD besetzt, um ein Zeichen gegen den Angriff des türkischen Regimes auf die Menschen in Afrin und andere Teile Rojavas zu setzen, für den auch die SPD verantwortlich ist. Warum, das wollen wir im Folgenden darstellen.

Zusammen mit islamistischen Terroristen rückt die faschistische Türkei immer weiter ins kurdische Gebiet Afrin (Teil der Demokratischen Föderation Nordsyrien Rojava) in Nordsyrien ein. In diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg bombardiert die Türkei gleichzeitig in Afrin liegende Ortschaften aus der Luft und trifft dabei vor allem ZivilistInnen. Mittlerweile greift das türkische Militär sogar weitere Teile Rojavas an. Auch die Truppen am Boden, von Deutschland gut mit
Kriegsgerät wie beispielsweise Panzern ausgestattet, ermorden gemeinsam mit dschihadistischen Milizen gezielt dort lebende Männer, Frauen und Kinder und schänden teilweise noch deren Leichen. Die meisten der regierenden (SPD-)PolitikerInnen in Deutschland, die nicht nur in der Rolle als NATO-Partner mit der Türkei zusammenarbeiten, bleiben bei dem Thema still.

Das Schweigen hat verschiedene Gründe. Einer ist der menschenverachtende Flüchtlingsdeal, der garantiert, dass die Türkei den Fluchtweg aus und über die Türkei in Richtung Deutschland dicht hält. Zur Durchsetzung wurden teilweise Mauern an der syrischen Grenze gebaut oder auch auf aus Syrien Flüchtende geschossen, um sie zurückzuhalten. Nicht zuletzt profitiert die BRD aber vor
allem auch von der wirtschaftlichen Kooperation mit der Türkei. Da interessieren die Verbrechen des türkischen Staates kaum. Und bekanntermaßen lassen sich mit autoritären Regimen einfacher Geschäfte machen. Beispielsweise mit in Deutschland produzierten Kriegswaffen, wie dem Leopard-Panzer, die nun gegen die KurdInnen in Rojava eingesetzt werden.

Die SPD schweigt nicht nur zum Krieg gegen die KurdInnen in Rojava, sie ist auch an den Waffenlieferungen maßgeblich beteiligt. So sind es SPD-Politiker, die die deutschen Rüstungsexporte genehmigen. SPD-Minister Sigmar Gabriel war es, der die jüngsten Rüstungsexporte unter dem Vorwand aushandelte, den Journalisten Deniz Yücel freizulassen. Hinterher log er sogar dann noch dreist, es hätte keinen Deal gegeben. Das Problem ist aber nicht nur die SPD in „Regierungsverantwortung“. Auch darüber hinaus bestehen in der Partei Sympathien für imperialistische Kriegsführung im Interesse der deutschen Wirtschaft. Beispielsweise verfügt auch der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil über enge Kontakte zur Rüstungsindustrie und ist Mitglied im Waffen-Lobbyverein „Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik“.

Deutschland und die Türkei arbeiten beim Kampf gegen die kurdische Freiheitsbewegung schon seit Jahrzehnten zusammen. Sie haben das gemeinsame Ziel, fortschrittliche Kräfte zu bekämpfen, um die Stabilität des herrschenden Systems zu gewährleisten. Dass die kurdische Bewegung in der Südtürkei und im Norden Syriens eine Alternative zum ausbeuterischen System des Kapitalismus aufzeigt, ist ihnen ein Dorn im Auge. Während die Türkei KurdInnen mit Mord und Folter bekämpft, werden hier lebende KurdInnen, die sich mit der kurdischen Befreiungsbewegung solidarisieren, durch Verurteilungen und Verbote mit Repression überzogen. Immer wieder steckt die BRD-Justiz Menschen für die angebliche Mitgliedschaft in der PKK in den Knast. Nachdem
schon seit den 1980er Jahren politisch aktive KurdInnen verfolgt wurden, stellte das PKK-Verbot („terroristische Vereinigung“) durch das Bundesinnenministerium im Jahr 1993 einen Höhepunkt der Repressionswelle gegen die kurdische Bewegung dar, die die Rahmenbedingungen für den staatlichen Mord an Halim Dener schuf. Der 16-jährige Halim Dener wurde in der Nacht vom 20.Juni 1994 in Hannover vom Polizisten Klaus Trauernicht beim Plakatieren erschossen. Der Täter wurde freigesprochen.

Zehn Jahre später wurde mit dem §129b („Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland“) ein noch weiter reichendes Instrument geschaffen, mit dem nicht nur angebliche PKK-Mitglieder verfolgt werden, sondern auch revolutionäre wie Musa Aşoğlu, dem eine Führungsposition in der türkischen „Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front“ (DHKP-C) unterstellt wird. Außerdem stehen wegen diesem Gesetz aktuell immer noch zehn Menschen wegen der Mitgliedschaft in der TKP/ML (Kommunistische Partei der Türkei/Marxistisch-Leninistisch) in München vor Gericht. Der lange Arm der Türkei reicht sogar soweit, dass Protestaktionen gegen den Krieg der Türkei teilweise von vornherein verboten werden, weil die AnmelderInnen der Organisation NAV-DEM angehören, die angeblich identisch mit der PKK sein soll. Und das, obwohl die Organisation in Deutschland legal als Verein existiert und nicht verboten ist.

Das türkische Regime ist nicht nur mit vielen Agenten seines Geheimdienstes MIT in Deutschland aktiv. Es kann hier auch auf verschiedenste Unterstützer und Sympathisanten zurückgreifen. Beispielsweise verfügt die rockerähnliche Gruppierung „Osmanen Germania“, die immer wieder durch Übergriffe auf linke TürkInnen und KurdInnen auffällt, über beste Kontakte zur Erdogan-Partei AKP. Zudem gibt es bei ihnen Überschneidungen mit den türkischen Faschisten der „Grauen Wölfe“. Zudem nimmt die Türkei über die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“ (DITIB), die einen großen Teil der Moscheen in Deutschland betreibt, Einfluss auf die hier lebenden Muslime. In Moscheen der DITIB, die nachgewiesene Verbindungen zum MIT unterhält, wurde teilweise sogar Propaganda für den Türkei-Krieg gegen die Menschen in Afrin betrieben.

Während von der deutschen Politik zwar immer von Demokratie geredet wird, diese aber durch die Zwänge des kapitalistischen Systems hier nicht wirklich besteht und nicht gewollt ist, haben die Menschen in Rojava selbstorganisiert ein demokratisches Modell etabliert, das in der Form in der Region und auch weltweit wahrscheinlich einzigartig ist. Beispielhaft wird die Befreiung der Frau vorgelebt und die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, Religionen und Ethnien verwirklicht. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass es die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) und die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) waren, die weite Teile Syriens mit einzigartiger Kampfmoral und mit unterlegenen Waffen von den hochgerüsteten Terroristen des Islamischen Staates befreit haben. Sie haben den Islamischen Staat damit auch erfolgreich daran gehindert, seinen faschistischen Terror noch weiter nach Europa und die Welt auszubreiten. Im krassen Gegensatz dazu sind aus NATO-Kreisen zur Zeit sogar Überlegungen zu hören die YPG-YPJ auf die internationale Terrorliste zu setzen.

Entgegen der türkischen Propaganda ist der Widerstand in Afrin nicht gebrochen. Die YPG-YPJ haben lediglich den Stellungskrieg gegen die zweitgrößte NATO-Armee aufgegeben. In einem aufopferungsvollen Kampf wurden alle ZivilistInnen aus Afrin evakuiert und ein Guerilla-Krieg gegen die türkischen Besatzer gestartet. Im Zuge der Evakuierung wurden durch die türkische Luftwaffe Massaker an der Zivilbevölkerung verübt. So wurde ein Krankenhaus bombardiert und ein Flüchtlingskonvoi beschossen bei dem über 300 Menschen umkamen. Diesem und unzähligen anderen Massakern haben die anderen imperialistischen Staaten in der Region, wie Russland und die USA, tatenlos zugesehen. Der Widerstand der YPG-YPJ wird so lange weitergehen, bis alle Besatzer Afrin-Rojava verlassen haben. Wir stehen Seite an Seite mit ihnen gegen den Faschismus!

Aktuell haben die RechtsanwältInnen Abdullah Öcalans zum 747. Mal einen Antrag bei der Staatsanwaltschaft Bursa gestellt, um ihren Mandanten besuchen zu können. Der kurdische Repräsentant wird seit nun schon fast 20 Jahren von der Türkei gefangen gehalten. Zudem wird ihm bereits seit mehr als sechseinhalb Jahren jeglicher Rechtsbeistand verwehrt. Er unterliegt einer totalen Isolation auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmarameer. Mittlerweile wurden schon über 70 Besuchsanträge seiner Verwandten abgelehnt. Nachwievor ist er Symbol der kurdischen Bewegung und Vorbild für viele KurdInnen.

Wir fordern:
– Den Abzug der türkischen Armee aus Rojava und ein sofortiges Ende der Bombardierungen!
– Einen umgehenden Stopp deutscher Waffenexporte in die Türkei!
– Die unverzügliche Aufhebung des PKK-Verbotes und das Ende der Repression gegen die kurdische Befreiungsbewegung und alle anderen fortschrittlichen und revolutionären Kräfte in der BRD!
– Die Freilassung von Abdullah Öcalan

 

Aktionsgruppe Zana Ciwan – Anton Leschek

Originallink:

https://de.indymedia.org/node/20238

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Solidaritätstranparente in Magdeburg aufgehangen

Wir dokumentieren hier einen Artikel von Indymedia:

In den frühen Morgenstunden des 23.4.18 haben wir 4 Transparente an verschiedenen Brücken in Magdeburg und Umland aufgehangen.

Der Inhalt der Transparente ist gegen den imperialistischen Krieg der Türkei gegen den kurdischen Kanton Afrin und gegen die Unterstützung der Türkei durch die BRD gerichtet.

Seit Januar wütet die faschistische Türkei mit Unterstützung von dschihadistischen Milizen in Afrin. Sie töten, foltern und vergewaltigen nicht nur das kurdische Volk, sondern auch alle anderen Völker der Region, die nach Afrin geflohen waren. Geflohen sind sie vor dem sogenannten Islamischen Staat, der erfolgreich von der YPG-YPJ, den SDF, dem Internationalen Freiheitsbataillon und anderen revolutionären und fortschrittlichen Kräften militärisch in Rojava geschlagen wurde.

Der Angriff der Türkei zielt auf die Zerschlagung der autonomen Selbstverwaltung und Rätestrukturen, der Frauenrevolution und der Unabhängigkeit Rojavas ab. Sie versucht ihre geopolitischen Machtinteressen in der Region durchzusetzen und dies alles wird vom sogenannten Westen unter Führung der USA und der EU wohlwollend zugelassen. Wir erwarten von den NATO-Partnern der Türkei nichts, die Heuchelei des Westens und auch Russlands ermüden uns nur noch.

Deutschland liefert seit Jahren Waffen an den türkischen Staat und unterstützt damit direkt den Krieg vor Ort. Desweiteren verfolgt die BRD hier lebende kurdische und türkische AktivistInnen mit dem §129b (Mitgliedschaft oder Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung) und bekämpft aktiv die Unterstützung des kurdischen Freiheitskampfes.

Entgegen der türkischen Propaganda ist der Widerstand in Afrin nicht gebrochen, der türkischen Besatzung wird ein Guerillakampf entgegengesetzt der das Ziel hat die Besatzung zu beenden und die revolutionären Errungenschaften zu schützen.

 

Die Märtyrer sind Unvergessen – Sehid namirin

Kämpft für Afrin! – fight4afrin!

Weg mit dem Verbot der PKK!

 

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Defend Afrin – Spontandemonstraion in Magdeburg

Wir veröffentlichen hier einen Indymedia-Artikel zu einer Spontandemonstration in Solidarität mit Afrin und den dazugehörigen Polizeibericht.

Originalvideolink: https://www.youtube.com/watch?v=75kua9fT59w&feature=youtu.be

Am Abend des 22.03. fand in Magdeburg eine unangemeldete Spontandemo statt, um sich mit dem Widerstand der YPG/YPJ und der Bevölkerung Afrins zu solidarisieren.

Die Demo setzte durch Sprechchöre und gesprühte Parolen ein Zeichen gegen die deutsche Unterstützung des Angriffskrieges des faschistischen AKP-Regimes und ihrer islamistischen Mörderbanden und forderte die Aufhebung des Verbots der kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Hoch die internationale Solidarität!

Widerstand ist Leben!

Şehîd Namirin – Es lebe die Revolution!

Polizeibericht:

Zeugen für politische Schmierereien in Magdeburg werden gesucht.

In Magdeburg wurden 14 Hauswände mit politischen Parolen beschmiert. Die Polizei sucht Zeugen.

Magdeburg l Im Bereich des Olvenstedter Platzes und der Olvenstedter Straße in Magdeburg haben Unbekannte in der Nacht zum 23. März 2018 an mindestens 14 Hauswänden großflächig politische Schmierereien zum Thema „Afrin“ hinterlassen. Die Polizei prüft Hinweise zu einer Gruppe der linken Szene, die nach Angaben von Anwohnern am Abend zuvor gegen 19.30 Uhr dort gesehen wurde und Böller zündete.

 Original Indymedia Artikel: https://de.indymedia.org/node/19309
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