Demonstration in Magdeburg ABGESAGT – ALLE NACH BERLIN!

Demonstration in #Berlin zum internationalen Aktionstag am 03.07.: Verteidigt Kurdistan! 03.07. | 18 Uhr | Hermannplatz

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[3.Juli.2021] DEMONSTRATION: Kurdistan verteidigen – Stoppt die türkische Besatzung!

Kurdistan verteidigen – Stoppt die türkische Besatzung!

Ein Angriff auf Südkurdistan ist ein Angriff auf uns alle!

 

Aufruf zur Demonstration am Samstag, den 3. Juli, um 14 Uhr am Hauptbanhof in Magdeburg

Im April hat der türkische Staat eine neue, weitreichende Militärkampagne in Südkurdistan (Nordirak) in den Regionen Mêtina, Zap und Avaşin begonnen. In diesen Regionen finden weiterhin schwere Kämpfe statt, wobei sich die kurdischen Guerillakräfte der PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) heftig gegen diese völkerrechtswidrige Invasion wehren. Diese groß angelegten Angriffe richten sich aber nicht nur gegen die kurdischen Guerillakräfte, sondern auch gegen die Errungenschaften der kurdischen Gesellschaft, mit dem Ziel, Südkurdistan zu besetzen.

Die befreiten Gebiete in Südkurdistan stehen nicht unter Kontrolle des irakischen Staates, sondern unter der Kontrolle der dort lebenden Menschen. Erneut ist die Zivilbevölkerung und besonders die revolutionären Kräfte der Region ständigen Angriffen des türkischen Staates und seinen islamistischen Milizen ausgesetzt. Der Krieg, der in Südkurdistan tobt, ist nicht nur ein Krieg um Ressourcen, sondern ein ideologischer Konflikt. Es ist der Konflikt zwischen staatlicher Herrschaft und dem Wille zur Selbstbestimmung des kurdischen Volkes. In ganz Kurdistan entwickelt die kurdische Freiheitsbewegung eine Alternative zum kapitalistischen und patriarchalen System, eine Alternative, die uns allen Grund zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt. Dieses Licht soll nun mit der Besetzung Südkurdistans ein für alle Mal ausgelöscht werden.

Der türkische Faschismus fährt seine Krallen gegen die revolutionäre Idee der Selbstbestimmung und Frauenbefreiung aus. Dabei ist dem Staat jedes Mittel recht. Im Krieg zeigt der Faschismus sein wahres Gesicht: Einsatz von chemischen Kriegsstoffen, die gegen internationale Abkommen verstoßen, kooperation mit Islamisten und anderen faschistischen Milizen, Bombardements der Zivilbevölkerung. Leider haben die Autonome Regierung Kurdistans (Nordirak, KRG) unter der KDP und die irakische Regierung wenig getan, um die versuchte türkische Besatzung zu stoppen.Im Gegenteil, die KDP des Mustafa Barzani-Clans hat sich mit den türkischen Invasoren verbündet und lässt einen Krieg gegen das eigene Volk und Land zu. Andererseits, nachdem 2015 international der Kampf der Kurdinnen und Kurden gegen den islamischen Staat, egal ob in Rojava, Mossul oder Sengal, gefeiert wurde, steht die internationale Staatengemeinschaft, die NATO, die Vereinten Nationen, die Europäische Union heute geschlossen hinter den Angriffen des türkischen Staates. Der deutsche Staat steht bei dieser Unterstützung an vorderster Front. Wir sehen, dass Merkel und Maas Erdogan den Rücken stärken. Wir sehen Bilder aus den besetzten Gebieten von Islamisten in Leopard II Panzern. Wir sehen, dass der Widerstand der kurdischen und internationalistischen Bewegung in diesem Land unter dem Verbot der PKK und des Paragraphen 129 kriminalisiert und verfolgt wird. Der Schulterschluss der deutschen Wirtschaft und Politik mit dem türkischen Faschismus ist nicht mehr von der Hand zu weisen. In Südkurdistan wird deutlich, wo der deutsche Staat steht: Auf der Seite der Unterdrückung und des Krieges.

Es ist ein Krieg gegen eine Bewegung, die unter dem Vorschlag des Demokratischen Konföderalismus die Emanzipation und Selbstbestimmung aller Völker in Kurdistan und im Nahen Osten will. Wir alle sind von diesem völkerrechtswidrigen Krieg betroffen, nicht nur weil der deutsche Staat diesen unterstützt, sondern weil die Idee von einer befreiten Gesellschaft unter Trümmern begraben werden soll. Die Revolution in Kurdistan ist nicht nur eine Revolution der Kurdinnen und Kurden, sondern der gesamten Gesellschaft vor Ort und der internationalistischen Bewegung weltweit. Es ist klar, dass dieser Angriff auf Südkurdistan ein Angriff auf uns alle ist. Dies ist nicht nur ein Aufruf aktiv zu werden, sondern ein Appell sich solidarisch mit der kurdischen Freiheitsbewegung zu zeigen und diesen Angriff nicht unbeantwortet zu lassen. Der Feind des Staates, egal ob der des türkischen oder deutschen, ist die Idee eines selbstbestimmten Lebens. Ein Leben frei von patriarchaler Unterdrückung und kapitalistischer Ausbeutung. Dieses freie Leben wird heute in Rojava, in Südkurdistan und ganzes Kurdistan verteidigt. Es ist unsere Verantwortung uns diesem Widerstand anzunehmen, ihn zu verinnerlichen und auf die Straße zu tragen. Denn der Krieg tobt nicht nur in Südkurdistan. Den Krieg gegen das freie Leben bekommen wir auch hier zu spüren, wenn wir aufbegehren und Widerstand leisten. Eine Zukunft lässt sich daher nur gemeinsam, solidarisch erkämpfen. Wenn wir für die Revolution in Kurdistan kämpfen, dann kämpfen wir nicht nur gegen Krieg und Faschismus, sondern im gleichem Atemzug für unsere eigene Befreiung.

Erst, wenn wir das Feuer der Revolution in unseren Herzen tragen, können wir zu der Stärke gelangen, um diesem menschenverachtenden System den Kampf zu erklären. Das Feuer, welches in Kurdistan neu entfacht wurde, tragen wir in die Welt. Es ist das Feuer des Lebens und der Revolution. Dieses Feuer werden wir am 3. Juli um 14 Uhr auf die Straße tragen.

Von Ostdeutschland bis Südkurdistan – Widerstand bedeutet Leben und Leben bedeutet frei sein!

Tod dem türkischem Faschismus! Hoch die internationale Solidarität!

 

Solibündnis Kurdistan – Magdeburg

Aufruf in PDF hier herunterladen

+ Mehr Informationen über die Situation in Kurdistan: https://defend-kurdistan.com/, https://anfdeutsch.com/

Kurmancî

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1,5 Millionen Mal „Nein“ zum türkischen Faschismus!

Mit einer bundesweit angelegten Brief- und E-Mail-Aktion setzen kurdische und internationalistische Aktivist_innen ein Zeichen gegen die am Samstag gestartete Besatzungsoperation der Türkei in Südkurdistan, Nordirak. Die Initiatoren haben sich das Ziel gesetzt, in den nächsten Tagen mindestens 1,5 Millionen Menschen per Briefwurf oder E-Mail zu erreichen.

Am vergangenen Samstag, den 24. April, hat die Türkei einen völkerrechtswiedrigen Angriffskrieg auf die Kurd*innen im Nordirak gestartet.

106 Jahre nach dem Genozid an den Armenier*innen nutzt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan den Jahrestag um einen weiteren Völkermord, den Völkermord an den Kurd*innen voranzutreiben. Seit Freitagabend führt der türkische Staat eine umfassende Invasion in verschiedenen Gebieten Südkurdistans (Nordirak) durch. Die Angriffe erfolgen dabei sowohl aus der Luft als auch vom Boden. Das türkische Regime schreckt dabei weder vor dem Einsatz von unbemannten Drohnen noch vor Giftgas zurück. Diese Angriffe sind zudem seit langem geplant und vorbereitet. Sie sind weder moralisch noch völkerrechtlich vertretbar und stehen in einer jahrhundertelangen Tradition der Unterdrückung des kurdischen Volks.

Die aktuellen Angriffe erfolgten unmittelbar nach einem Telefonat Erdoğans mit dem US-amerikanischen Präsidenten Biden. Ein ähnliches Szenario spielte sich im Februar auch bei einem Treffen zwischen der deutschen Verteidigungsministerin mit ihrem türkischen Kollegen ab – nur eine Woche bevor erneut Angriffe auf Südkurdistan erfolgten.
Klar ist: Die Angriffe geschehen mit dem Wissen und Einverständnis westlicher Staaten, unter anderem von Deutschland.
Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hatte im vergangenen Jahr eine grenzüberschreitende Militäroperation der Türkei gegen die PKK in Südkurdistan als völkerrechtswidrig bewertet. Obwohl der Bericht Handlungsmöglichkeiten aufzeigte, wonach Deutschland „auf eine anderweitige Lösung des Konfliktes hinwirken“ und auch „eine klare Benennung eines Verstoßes gegen das Völkerrechtes“ tätigen könnte, zog die Bundesregierung es vor, untätig zu bleiben. Auch bei der aktuellen Militäroperation hüllt sich die Bundesregierung bis dato in Schweigen. Dabei geht die deutsch-türkische Beziehung auf eine jahrzehntelange Tradition zurück, die sich in einer engen politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zeigt. So genehmigte die deutsche Bundesregierung im Jahr 2020 Rüstungsexporte im Wert von 22,9 Millionen Euro an die Türkei. Diese Waffen kommen nun auch bei den Angriffen gegen die kurdische Gesellschaft zum Einsatz!

Dagegen stehen wir auf! Wir werden es nicht zulassen, dass das türkische Regime mit Hilfe westlicher Regierungen einen Genozid an den Kurd*innen begeht. Wir werden es nicht zulassen, dass die deutsche Öffentlichkeit mit Schweigen auf diese Angriffe reagiert. Wir werden es nicht zulassen, dass die deutschen Medien diese völkerrechtswidrigen und mit Giftgas durchgeführten Angriffe als „Operationen gegen Terroristen“ verkauft.

Helft uns eine Öffentlichkeit für die aktuellen Angriffe in Südkurdistan zu schaffen: erzählt anderen Menschen davon, protestiert bei euren parlamentarischen Vertreter*innen oder werdet anderweitig kreativ und schickt uns Bilder von euren Formen des Protests. Helft mit bei der Verteilung des bereits erstellten Flyers [http://anfabone.com/anfdeutsch/Flyer%20A4.pdf] und verteilt sie in euren Nachbarschaften. Wir freuen uns in dem Zusammenhang über eine kurze Rückmeldung über Ort und Anzahl der verteilten Zettel an unsere Mailadresse solibuendnis-kurdistan-md@riseup.net. Wenn die Bundesregierung weiterhin wirtschaftliche und geostrategische Interessen vor die Einhaltung von Menschen- und Völkerrechten stellt, wollen wir als demokratische Menschen in Deutschland nicht daran beteiligt sein. Lasst uns den Genozid gemeinsam verhindern, anstatt 100 Jahre später für eine offizielle Anerkennung zu streiten!

Weitere Informationen zu Aktionen finden Sie auf www.anfdeutsch.com und www.civaka-azad.org.

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[22.März.2021] Online Buchvorstellung und Diskussion: Wir wissen, was wir wollen

Wir wissen, was wir wollen – Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien
Widerstand und gelebte Utopien Band II

Online Buchvorstellung und Diskussion | Montag 22. März | 18 Uhr

Mitte Februar ist das Buch “Wir wissen was wir wollen – Frauenrevolution in Nord- und Ostsyrien” des Herausgeberinnenkollektivs “Gemeinsam Kämpfen” erschienen. Die Herausgeberinnen stellen anlässlich des feministischen Kampftags das Buch vor und diskutieren mit uns über feministische Kämpfe in Kurdistan und weltweit.

Über das Buch:

In Nord- und Ostsyrien wird seit 2011 ein basisdemokratisches Projekt aufgebaut, welches sich ideologisch auf die kurdische Freiheitsbewegung bezieht. Leitidee dieser ist das Konzept des Demokratischen Konföderalismus, welcher auf Geschlechtergleichheit, Basisdemokratie und Ökologie fußt. Der gesellschaftliche Transformationsprozess wird auch als Frauenrevolution bezeichnet. Doch was macht diese aus? Das Herausgeberinnenkollektiv führte Interviews mit Frauen, die diese Frage aus ihrer Perspektive beantworten und die Umsetzung der Frauenrevolution in die Praxis beschreiben. Zentral in ihren Erzählungen ist der gelebte Widerstand, nicht nur gegen militärische Angriffe auf die Region, sondern auch gegen patriarchale Strukturen in der Gesellschaft. Sie berichten von der Organisation in Räten, dem Aufbau einer alternativen Ökonomie und warum es dafür autonome, feministische Organisierung braucht. Neben einer historischen Einordnung der kurdischen Frauenbewegung und ihren ideologischen Bezugspunkten zeigt das Buch die Bedeutung feministischer Organisierung für eine globale Perspektive auf gesellschaftlichen Wandel.

Buchbestellung über folgende Adresse: isku@nadir.org

Zur Veranstaltung:

Die Buchvorstellung findet online über BigBlueButton am Montag, den 22. März um 18 Uhr statt. Wir bitten um vorherige Anmeldung per E-Mail an: solibuendnis-kurdistan-md [ät] riseup.net

Organisiert vom Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg in Kooperation mit dem Herausgeberinnenkollektiv. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktivitäten des 8. März-Bündnisses Magdeburg statt.

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[8.März.2021] Die Revolution in Kurdistan ist eine Frauenrevolution! Wir Frauen verteidigen die Revolution!

Die Revolution in Kurdistan ist eine Frauenrevolution!
Wir Frauen verteidigen die Revolution!

Aufruf vom Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg zum 8. März 2021

Montag 08.03
17 Uhr, Hasselbachplatz, Magdeburg

Die kurdische Frauenbefreiungsbewegung ist in der breiteren Öffentlichkeit erst 2014/15 bekannter geworden, als zum Teil sogar Mainstream-Medien von den kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ berichteten, die mit ihrem Kampf für die Befreiung von Rojava und Şengal tausende Frauen vor dem IS retten und die Rojava-Revolution starten konnten.
Doch unabhängig von der medialen Berichterstattung hierzulande nimmt die kurdische Frauenbewegung und ihre Bedeutung im kurdischen Befreiungskampf bereits viel länger eine Vorbildrolle für revolutionäre Genossinnen ein. Denn die Rolle der Frauen in der kurdischen Bewegung führt uns in aller Deutlichkeit vor Augen, dass die Freiheit der Gesellschaft nur mit der Befreiung der Frauen erreicht werden kann und dieser Kampf niemals hinten angestellt werden darf! Beispielsweise sind Frauen in der kurdischen Befreiungsbewegung in allen Lebensbereichen autonom organisiert und alle Bereiche der gesellschaftlichen Organisierung arbeiten nach dem Prinzip des Ko-Vorsitzes. Continue reading

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[5. März 2021] Kundgebung „100 Gründe, um den Diktator zu verurteilen“

Kundgebung „100 Gründe, um den Diktator zu verurteilen“

Freitag 05.03 | 14-17 Uhr
Hasselbachplatz, Magdeburg

Am nächsten Freitag, den 05.03, wird in Magdeburg eine Kundgebung im Rahmen der Kampagne „100 Gründe, um den Diktator zu verurteilen“ (https://100-reasons.org/petition/) stattfinden. Die von der kurdischen Frauenbewegung in Europa (TJK-E) initiierte Kampagne prangert die frauenfeindliche und tödliche Politik der türkischen AKP-Regierung und Erdogan an und fordert die Gesellschaft auf sich gegen Feminizide zu verteidigen. Für die internationale Anerkennung von Feminiziden als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist eine Petition gestartet worden, bei der bis zum 8. März 100.000 Unterschriften gesammelt werden sollen.

In Zeiten einer Pandemie muss uns bewusst sein, dass die Herrschenden keinen Halt vor Ausbeutung, Vernichtung und Kriegen machen. Auch die patriarchale Gewalt verschärft sich. Täglich werden weltweit Frauen und besonders politisch aktive Frauen ermordet. Wir sehen es in unserer Verantwortung, in der Öffentlichkeit auf das alltägliche Geschehen aufmerksam zu machen und gemeinsam gegen die mörderische Politik der Staaten und patriarchale Gewalt zu kämpfen. Lasst uns auch in den Zeiten eines Lockdowns ein starkes Zeichen für die Selbstbestimmung aller Frauen und die Selbstverteidigung der Völker setzen. Schließen wir uns mit allen Frauen zusammen, um die Gesellschaft vor Feminiziden, Kriegsverbrechen und Diktatoren wie Erdogan zu verteidigen.

Lasst uns gemeinsam den Staatsterror des AKP/MHP-Regimes stoppen. Lasst uns den Feminizid stoppen und lasst uns dafür kämpfen, dass er international als Verbrechen anerkannt wird. Schließen wir uns zusammen, damit Diktator Erdogan verurteilt wird!

Wir wollen uns lebend!
Em xwe zindî dixwazin!
Jin, jiyan, azadî!

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[15 Februar 2021] Kundgebung: Die Zeit ist reif – FREIHEIT FÜR ABDULLAH ÖCALAN!

Die Zeit ist reif – FREIHEIT FÜR ABDULLAH ÖCALAN!

KUNDGEBUNG: Montag 15.02 | 15:30 Uhr | Alter Markt, Magdeburg

Am 15.02.1999, wurde der Vordenker und Repräsentant der kurdischen Freiheitsbewegung und Vorsitzender der kurdischen Arbeiterpartei (PKK), durch einen internationalen Komplott in Nairobi der Hauptstadt Kenia, festgenommen. Die gegen ihn verhängte Todesstrafe, wurde in lebenslange Haft umgewandelt, seit dem sitzt er auf der türkischen Gefängnisinsel in Imrali in Einzelhaft und Isolation. Sein letzter Besuch durch Verwandte, fand im Mai 2019 erst aufgrund eines Hungerstreiks der türkischen und kurdischen Freiheitsbewegung mit Beteiligung von Tausenden Inhaftierten in den Gefängnissen des türkischen Staates, statt. Seit dem, wurden keine weiteren Besuche durch Angehörige und AnwältInnen genehmigt. Deshalb befinden sich, seit 2 Monaten, tausende politische Gefangene wieder in Hungerstreik und verlangen das Ende der Isolation Abdullah Öcalans.

In der Zeit seiner Inhaftierung schrieb Öcalan die Gefängnisschriften, in denen er eine grundlegende Analyse der Gesellschaften und der Geschichte des mittleren Ostens, sowie eine Perspektive für ein demokratisches Zusammenleben in dieser Region darlegte. Diese Ideen werden seit der Revolution in Rojava, in der Praxis angewandt. Permanent bedroht, wird die Revolution durch den türkischen Staat und seiner Helfer vom IS (Islamischer Staat). Aber auch die Guerilla in den freien Bergen Kurdistans, wird seit vergangener Woche massiv durch die türkische Armee in Südkurdistan angegriffen. Wir können dies nicht getrennt von der Inhaftierung Öcalans betrachten, denn nur durch eine Freilassung Öcalans kann es, Frieden im gesamten Mittleren Osten geben.

Deshalb fordern wir:

Nieder mit dem faschistischen türkischen Staat!

Es lebe die Revolution in Rojava!

Es lebe der heldenhafte Kampf der Guerilla!

Freiheit für Abdullah Öcalan und alle politische Gefangenen!

Hoch die internationale Solidarität!

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[15 Januar 2021] Gegen Faschismus auf allen Ebenen – Der Kampf um Befreiung bleibt international!

Gegen Faschismus auf allen Ebenen – Der Kampf um Befreiung bleibt international!

Kurzaufruf zur Demonstration am 15. Januar 2020 in Magdeburg

Am Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs möchte wieder Neonazis in Magdeburg seine geschichtsrevisionistischen und reaktionären Ansichten auf die Straße tragen. Wir haben dafür zu sorgen, dass dies nicht ohne Widerstand passiert. Unser Anspruch als Antifaschist*innen und Internationalist*innen darf sich jedoch nicht darauf beschränken, die rechten Fußtruppen zu bekämpfen. Diese Fußtruppen sind nur der offensichtliche faschistische Auswuchs eines Systems, in dem sich alle “dem Markt” unterzuordnen haben und Freiheit sich nach finanziellen Möglichkeiten bemisst. Wer den kapitalistischen Wahnsinn nicht mitmacht und sich innerhalb dieses Systems für kollektive Werte und Gerechtigkeit einsetzt und echte demokratische Gesellschaftsentwürfe anstrebt, hat in jedem Fall mit der Repression des Staates und seiner in Teilen faschistisch durchsetzten Organe zu rechnen.

Faschistische Strömungen sind in Deutschland und Europa weiter auf dem Vormarsch, sei es in Form erstarkender Parteien wie der AfD, der FPÖ in Österreich, des Ausbaus der patriarchalen Herrschaft in Polen oder der Entmenschlichung muslimischer Bürger*innen in Frankreich. Der deutsche Staat arbeitet offen mit dem Erdogan-Regime zusammen und macht sich nicht nur durch massive Waffenexporte zum Unterstützer des türkischen Faschismus, was als Statement gegen ein freies Leben, den Aufbau von Demokratie und die Befreiung vom Patriarchat zu werten ist. Die kurdische Freiheitsbewegung nimmt mit ihrem Kampf und der Rojava-Revolution eine Leuchtturmfunktion für alle antifaschistischen Kämpfe weltweit ein. Gleichzeitig ist sie ein hoffnungsvolles Beispiel für alle, deren Antifaschismus nicht beim Kampf gegen alte und neue Nazis aufhört und zum Selbstzweck verkommt.

Revolutionärer Antifaschismus ist der lohnenswerte Kampf für eine wirklich freie, solidarische Gesellschaft – gehen wir ihn an.

Gegen Faschismus auf allen Ebenen – hoch die internationale Solidarität!

Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg

Allgemein Aufruf zur Demonstration: de.indymedia.org/node/123639

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Presseerklärung des Solidaritätsbündnisses Kurdistan Magdeburg zur Straßenumbenennung Anton-Leschek-Platz

Hiermit möchten wir darüber informieren, dass eine Initiative mit dem Namen “Aktionsgruppe Anton Leschek” den Wilhelmstädter Platz im Magdeburger Stadtteil Stadtfeld-Ost, am 26. November, den 4. Todestag des Internationalisten Anton Leschek, in “Anton-Leschek-Platz” umbenannt hat. Als Solidaritätsbündnis Kurdistan-Magdeburg begrüßen wir die Umbenenung in Gedenken an den 2018 in Kurdistan gefallenen Internationalisten.

Wir dokumentieren hier die Erklärung der Aktionsgruppe Anton Leschek (Zana Ciwan)
(Ebenfalls abrufbar auf Indymedia unter: de.indymedia.org/node/120065 )

Heute, am 26. November den 4. Todestag von Anton Leschek, haben wir den “Wilhelmstädter Platz” im Stadtteil Stadtfeld Ost in Magdeburg in “Anton-Leschek-Platz” umbenannt.

Anton Leschek war ein junger deutscher Internationalist, der in Bielefeld geboren wurde. Er lebte danach in Magdeburg, von wo aus er beschloss, nach Rojava in Kurdistan-Nordsyrien, zu gehen, um sich dem bewaffneten Kampf gegen den faschistischen Islamischen Staat (IS) anzuschließen und die Revolution von Rojava und die Werte zu verteidigen, für die die verschiedenen dort lebenden Völker kämpfen: radikale und Basisdemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie. Er trat 2016 den Volksverteidigungseinheiten von Rojava,der YPG (Yekineyên Parastina Gel), bei. Nach seiner Ausbildung an der internationalistischen Akademie beteiligte er sich am Kampf gegen den IS. Er wurde zusammen mit anderen kurdischen, arabischen und internationalistischen Freiwilligen in der Stadt Manbij eingesetzt. Nach der Befreiung der Stadt vom IS am 15. August 2016 entschieden sich viele internationalistische Freiwillige dafür in der Stadt und in der Nähe zu bleiben, um die lokalen Einheiten in Manbij bei der Verteidigung der Region zu unterstützen. Diejenigen, die den Terror und die Unterdrückung des IS nicht tolerierten, konnten auch die anschließende türkische Besatzung und die Angriffe, die Manbij und Nordsyrien bedrohten, nicht akzeptieren. Anton Leschek (Zana Ciwan) und sein amerikanischer Genosse Michael Israel (Robîn Agirî) gehörten zu den ersten internationalistischen Freiwilligen, die sich entschlossen, in Manbij zu bleiben und sich der türkischen Armee und den ihr angeschlossenen dschihadistischen Terroristen zu widersetzen. Beide wurden bei einem Luftangriff der türkischen Armee gegen ihre Verteidigungspositionen in der Stadt Manbij getötet. Anton Leschek wurde nicht im Kampf gegen Terroristen des Islamischen Staates getötet, er wurde von der Türkei – einem NATO-Land mit NATO-Bomben – ermordet. Die Türkei stellt mit ihrem Präsidenten Erdogan die größte Unterstützung hinter dem Islamischen Staat mit vollständiger Komplizenschaft der USA, Russlands und der Europäischen Union, insbesondere der Bundesrepublik Deutschland dar. Continue reading

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Klimakampf ist internationaler Klassenkampf

Im Rahmen der internationalen Aktionswoche der Solidarität und des Widerstands der Revolution in Rojava fanden an verschiedenen Tagen verschiedene Veranstaltungen und Aktionen zu den Themen wie Frauenbefreiung, Antifaschismus, revolutionäre Bewegungen auf der ganzen Welt und zur Benennung und zum Boykott von Profiteuren der Kriegsindustrie statt. Dieser Text thematisiert die Bedeutung von ökologischen Kämpfen auf der ganzen Welt und verdeutlicht, dass es wichtig ist die Kämpfe gegen Kapitalismus und der Ausbeutung und Zerstörung der Natur als gemeinsame zu verstehen und zu führen.

Solibündnis Kurdistan-Magdeburg

Klimakampf ist internationaler Klassenkampf

Der Klimawandel ist laut neusten UN-Berichten der Hauptverursacher für die Verdoppelung von Umweltkatastrophen in den letzten 20 Jahren.[1] Dazu zählen u.a. Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen, welche zu Flucht, Hunger und auch zum Tod unzähliger Menschen führten.

Dabei steht das Schlimmste noch bevor, wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius nicht gestoppt werden kann und massiv in Klimaschutz, Hochwasserschutzanlagen und auch Wiederaufforstung investiert wird. So erklärte die UN-Beauftragte Mizutori: „Wir zerstören mit vollem Wissen […].“ „Die Regierungen aber würden nicht genug tun, um Klimarisiken zu verhindern.“[1]

Solche Appelle werden seit Jahrzehnten in den Medien verbreitet, passiert ist bisher wenig bis gar nichts, aber warum eigentlich? Continue reading

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