Hände weg von Rojava! Kundgebung am Tag X!

Die Türkei zieht immer mehr Kräfte an der Grenze im Süden zusammen. Es ist eher eine Frage von Wochen als von Monaten, bis das Erdoganregime den nächsten Überfall auf Rojava startet. Haltet euch bereit, denn an dem Tag des Überfalls werden auch wir in Magdeburg unseren Protest dagegen auf die Straße bringen. Achtet auf Ankündigungen auf unseren Kanälen und kommt zur Kundgebung am Tag X!

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[27. September] Vortrag & Diskussion „Die Verflechtung Deutscher Politik mit den Grauen Wölfen”

Am 27. September 2019 holen wir die im Juni ausgefallene Veranstaltung zur Verflechtung der deutschen Politik mit den Grauen Wölfen nach.

Faschismus und Nationalismus erleben mit den Wahlerfolgen der AfD, Pegida und den „Merkel muss Weg“-Demonstrationen ordentlich Auftrieb. AfD, die „Identitäre Bewegung” und andere rechte Akteur_innen in Deutschland haben die meisten antifaschistischen Gruppen auf dem Schirm.
Doch in vielen Gebieten und Städten gibt es auch zahlreiche Strukturen türkisch-faschistischer und islamistischer Bewegungen, welche in migrantischen Milieus und darüber hinaus gut verankert sind. Aus ihrem Umfeld kommt es immer wieder zu Übergriffen gegenüber Minderheiten und politisch Andersdenkenden, welche nicht in das Weltbild dieser Faschist_innen passen.

Die Radikale Linke Berlin und das Widerstandskomitee Berlin informieren über lokale Strukturen, Aktivitäten und Verbindungen in die deutsche Politik und diskutieren mit uns über mögliche Gegenstrategien.

Freitag | 27. September 2019| 18:30 Uhr
Friesenstraße 52 | 39108 Magdeburg

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Kommt zur Kundgebung am Donnerstag

Das türkische Regime geht jetzt innenpolitisch noch massiver gegen die Oposition vor und hat vor wenigen Tagen in drei kurdischen Städten die im März gewählten Politiker der Demokratischen Partei der Völker (HDP) abgesetzt. Gleichzeitig wird der nächste Einmarsch der türkischen Armee in die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien (Rojava) vorbereitet. Die Türkei befindet sich in einer tiefen Krise und braucht den nächsten Krieg, um ihre Macht aufrechterhalten zu können und von innenpolitischen Problemen abzulenken.

Medien berichten zwar über den Syrienkrieg und die damit verbundene Auseinandersetzung der großen imperialistischen Staaten. Aber die Situation und die Bedrohung durch die Türkei in Rojava interessiert fast niemanden. Fakt ist: Rojava hat keine großen Mächte im Rücken. Das Beispiel der Revolution als Alternative zu den kapitalistischen Staaten ist diesen natürlich ein Dorn im Auge.
Auch Deutschland ist enger Partner der Türkei und durch seine Unterstützung mitverantwortlich für die Verbrechen des türkischen Regimes. Es ist an uns, Druck zu erzeugen und Solidarität zu zeigen!
Kommt zur Kundgebung! Hände weg von Rojava! Stoppt den Krieg in Kurdistan!

Donnerstag // 29.08.2019 // 16 Uhr // Alter Markt // Magdeburg

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Filmvorführung auf dem Rage&Love-Festival

Das Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg präsentiert den Dokumentarfilm:

Die nördliche Sonne, der Aufbau der Autonomie in Bakur

In Kurdistan geht die Sonne im Westen auf, sagt man. Das bezieht sich auf den revolutionären Prozess in Rojava, was auf kurdisch „der Westen“ bedeutet. Die autonome Region in Syrien ist weltweit als selbstverwaltete Demokratie bekannt, die sich in einem Land im Krieg behauptet und selbst verteidigt.

Die Dokumentation ist eine Momentaufnahme der angrenzenden Schwesterregion „Bakur“, die sich in der nördlichen Region Kurdistans und im Südosten der Türkei befindet. Sie tritt ebenfalls während des eigenen Kampfes für ein würdiges Dasein in Erscheinung.

Der Dokumentarfilm ist auf türkisch/kurdisch mit deutschen Untertiteln.

Freitag // 06.09.2018 // 18:00 Uhr // Insel der Jugend // Maybachstraße 8

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Klima retten – Kapitalismus abschaffen

Das kapitalistische System kann uns nichts bieten außer Ausbeutung und Unterdrückung. Die Ausbeutung ist dabei allumfassend. Die rücksichtslose Mentalität vom maximalen Profit hat den Planeten an den Rand des Abgrundes geführt, die Menschen in ein Chaos aus Krieg, Hunger und sozialen Krisen gestürzt. Er hat den Menschen entfremdet von der Natur. Nur revolutionäre Veränderungen können den Planeten vor der völligen Zerstörung retten. Einen ökologischen Kapitalismus gibt es nicht. Die Herrschenden versuchen zwar, uns dies weiszumachen. Doch wir glauben denen schon lange kein Wort mehr, die nur in ihrem eigenen Interesse und gegen das Wohl aller handeln. Wir kämpfen hier im Herzen der Bestie, dem Hauptverursacher für unmenschliche Zustände welche die Lebensgrundlage für so viele entzieht und damit für Flucht verantwortlich ist und blicken dabei auf das demokratische Projekt Rojava. Hier ist als Grundpfeiler einer neuen Gesellschaft die Ökologie neben der Frauenbefreiung fest verankert. Nur die Teilhabe aller kann dem Egoismus der kapitalistischen Gesellschaft entgegenstehen und damit die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten verhindern. Die Kampagne „Make Rojava Green Again“ ist ein Beispiel, welches wir als Aktivistinnen und Aktivisten in der BRD und Europa betrachten und in unsere Kämpfe hier mit einbeziehen sollten. Das Solidaritätsbündnis Kurdistan-Magdeburg ruft dazu auf, sich an dem ökologischen Widerstand, sei es im Hambacher Forst, im rheinischen Kohlerevier, im Braunkohletagebau in der Lausitz oder gegen die Abholzung des Stadtparks einzubringen. Kommt zur Demonstration am 26.07.2019!

Für die soziale und ökologische Revolution!

26.07.2019 | 17 Uhr | Nicolaiplatz | Magdeburg-Neustadt

Informationen zur Kampagne „Make Rojava Green Again“: https://makerojavagreenagain.org/

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Filmvorführung: 14.Tîrmehê (14. Juli) – Die Hölle von Dîyarbakir

Sontag | 14.Juli | 16Uhr
Kurdischen Kulturzentrum, Alt Fermersleben 26

Zum Jahrestag der Ereignisse im Gefängnis von Amed, wollen wir den Film ein zweites mal zeigen.

Am 12. September 1980 ereignete sich in der Türkei ein Militärputsch, der sich gegen Demokraten, Linke und KurdInnen richtete. Continue reading

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25 Jahre Gedenken an Halim Dener

// Zugtreffpunkt für Anreise aus Magdeburg // 06.07.2019 // 11 Uhr // ZOB //

Bei Wikipedia wird das Alter von Halim Dener mit 41 Jahren angegeben. So alt wäre er tatsächlich, hätte ihm nicht vor 25 Jahren, in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli, ein deutscher Polizist in den Rücken geschossen.
Halim Dener wurde erschossen, weil er in dieser Nacht Plakate der kurdischen Befreiungsbewegung plakatierte.
Er repräsentiert in seiner Person viele verschiedene Kämpfe, die hier und weltweit geführt werden – der Kurdistan-Konflikt, Krieg und Flucht, Repression linker Ideen und Organisationen sowie (rassistische) Polizeigewalt.

GEFOLTERT. GEFLÜCHTET. VERBOTEN. ERSCHOSSEN.

gefoltert.
Der 16-jährige Kurde Halim Dener musste 1994 vor der Verfolgung durch den türkischen Staat aus seiner Heimat Kurdistan fliehen. Damals zerstörte das türkische Militär 4.000 Dörfer – Menschen zu ermorden, verschwinden zu lassen und zu foltern waren gängige Praxis von Polizei, Geheimdienst und Paramilitärs. Halim selbst wurde nach einer Festnahme von der türkischen Polizei eine Woche lang verhört und gefoltert.

geflüchtet.
Halim flüchtete vor Krieg und Verfolgung unter falschem Namen, um seine Familie in der Heimat nicht zu gefährden. Als sog. „minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling“ kam er in die BRD. Hier war nach öffentlicher rassistischer Hetze und Pogromen an Geflüchteten und Migrant*innen 1993 das Grun­drecht auf Asyl durch Änderung des Grundgesetzes faktisch abgeschafft worden.
Auch heute fliehen Menschen aus Konfliktregionen, und hoffen in Europa auf ein sicheres Leben, darunter viele Minderjährige. Doch die europäische Union setzt immer mehr auf eine rigide Abschottungspolitik, das Mittelmeer wird zum Massengrab, Helfer*innen werden kriminalisiert.

verboten.
Im November 1993 wurde in der BRD die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und alle ihr nahestehenden Organisationen als „Terrororganisation“ verboten. Durch öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen. Nach wie vor findet das Verbot rege Anwendung: die Repression trifft die Strukturen der kurdischen Bewegung, insbesondere aber kurdische Jugendliche und Aktivist*innen, die sie sich mit der Bewe­gung identifizieren und politisch engagieren.

erschossen.
Auch in der BRD setzte sich Halim für die kurdische Bewegung ein. So plakatierte er wenige Wochen nach seiner Flucht in Hannover Plakate mit dem Emblem der ERNK, des (damaligen) poli­tischen Arms
der PKK. Dabei wurde Halim in der Nacht vom 30.06.1994 von SEK-​Polizisten in Zivil überrascht, bei der Festnahme wurde ihm aus kürzester Entfernung in den Rücken geschossen. An dieser Schussverletzung starb Halim wenig später. Der Polizist wurde von seinen Kolleg*innen gedeckt. In einem zweifelhaften Prozess wurde der Schütze freigesprochen, ohne dass die Tat aufgeklärt werden konnte.
Halims Tod ist kein Einzelfall: Christy Schwundeck, Oury Jalloh oder Achidi John sind weitere bekannte Opfer von Polizeigewalt.

5 Jahre Kampagne Halim Dener
Vor 5 Jahren haben wir eine Kampagne gestartet, um an Halims Schicksal zu erinnern und eine Auseinandersetzung in der Stadt anzustoßen. Wir haben einen öffentlichen Ort des Gedenkens an ihn gefordert. Wir haben demonstriert und protestiert. Haben mit der Stadtpolitik diskutiert und gestritten. Gedenkplatten wurden verlegt, Straßenschilder umgewidmet, und alles von der Stadt wieder entfernt.
Als der Bezirksrat Linden-Limmer einen Platz nach Halim Dener benennen wollte, glaubten wir uns für einen kurzen Moment am Ziel.

Solidarität mit der kurdischen Bewegung
Doch auch jenseits dieses lokalen Konflikts ist viel passiert:
Kurz nach dem 20. Todestag begann mit dem Kampf um Kobanê die Befreiung Rojavas vom Islamischen Staat. Es ging um nicht weniger als den Aufbau eines Gemeinwesens der Gerechtigkeit und Solidarität, der jenseits von Geschlecht, Religion und Ethnie von allen getragen wird.
Wir erlebten, wie in diesem Kampf die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ den Islamischen Staat zerschlugen. Wir sahen einen türkischen Staat, der den Friedensprozeß mit der PKK beendete, die kurdischen Städte in der Türkei bombardierte, zahllose Massaker und Massenvertreibungen verantwortete.
Wir sahen den türkischen Angriff auf Rojava und die Installation einer islamistischen Besatzung im Kanton Afrin.
Der deutsche Staat hat in all diesen Jahren das türkische Regime mit Rüstungsexporten unterstützt. Er hat zugleich die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung hier in Deutschland verschärft.
All das haben wir in den letzten Jahren im Rahmen der Kampagne Halim Dener thematisiert und skandalisiert.
All das hat die gemeinsame politische Basis für uns als Linke verbreitert, seien wir aus Kurdistan, aus der Türkei, aus Deutschland oder wo auch immer her.

Für ein würdevolles Gedenken
Wir mussten feststellen, dass die zunehmende Kriminalisierung der kurdischen Bewegung auch dazu führte, dass wir das Anliegen eines öffentlichen Gedenkortes an Halim Dener nicht durchsetzen konnten. Die Stadt Hannover war sogar bereit, das originäre Recht des Bezirksrates Linden-Limmer
auf Straßenbenennung einzukassieren, um einen Halim-Dener-Platz zu verhindern.
Als Kampagne rufen wir zum 25. Todestag ein letztes Mal dazu auf, zusammen auf die Straße zu gehen, massenhaft, kraftvoll und laut.

Wir erwarten nichts mehr von der Stadtpolitik. Wir werden deshalb die Kampagne am Ende dieses Jahres beenden.

Das würdevolle Gedenken an Halim Dener aber wird in unseren gemeinsamen Kämpfen entstehen!

Nichts und niemand wird vergessen!

GEDENKKUNDGEBUNG
30. JUNI 2019, 21.00 UHR
STEINTORPLATZ

BUNDESWEITE DEMONSTRATION
6. JULI 2019, 14.00 UHR
ERNST-AUGUST-PLATZ

 

// Zugtreffpunkt für Anreise aus Magdeburg // 06.07.2019 // 11 Uhr // ZOB //

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DEMO: 8.6.2019 – RISE UP FOR ROJAVA in Leipzig

Wir rufen dazu auf sich am 8. Juni 2019, an der RISE UP FOR ROJAVA – Demonstration zu beteiligen.

Link zum Aufruf des Rojava Soli Bündnis Leipzig

Wir werden, aus Magdeburg, gemeinsam mit Zug anreisen. Treffpunkt ist 9:45 Uhr am ZOB.

Kommt Zahlreich!

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Solidaritätskundgebung am 9. Mai in Magdeburg

Am 9. Mai 2019 werden wir am Alten Markt in Magdeburg eine Kundgebung in Solidarität mit dem Hungerstreik der kurdischen Bewegung durchführen. Die Kundgebung wird von 15 Uhr bis 18 Uhr stattfinden. Kommt zahlreich und zeigt, dass wir zusammen mit unseren hungerstreikenden GenossInnen stehen!

Hoch die internationale Solidarität!

Die Hungerstreikenden werden siegen!

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1. Mai 2019 in Magdeburg

Das Solibündnis beteiligte sich in diesem Jahr an der Demonstration zum Ersten Mai in Magdeburg. Rund 200 Menschen folgtem am internationalen Kampftag der Arbeiter*innen dem Aufruf des Erste-Mai-Bündnisses.

Beginn war um 14 Uhr. Ungefähr eine halbe Stunde später setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Er lief vom Startpunkt in der Nähe des Damaschkeplatzes über die Große Diesdorfer Straße, Beims- und Spielhagenstraße zum Schellheimerplatz. Von da aus ging es weiter über die Annastraße, Goethestraße und Wilhelm-Klees-Straße zum Olvenstedter Platz, wo die Versammlung schließlich aufgelöst wurde. Während der Demo machten die Teilnehmenden durch Parolen ihre Ablehnung des Kapitalismus deutlich, riefen zu internationaler Solidarität auf und erinnerten an die Gefangenen in den Knästen. Zudem zeigten die Teilnehmenden Transparente und Schilder mit Forderungen, die durch verschiedene Fahnen ergänzt wurden. Zusätzlich wurden Anwohner*innen und Passant*innen mit Flugblättern und Erste-Mai-Zeitungen über Anlass und Inhalt des Aufzuges aufgeklärt und mit weitergehenden Informationen versorgt. Auf diese Weise konnte auch unser Solibündnis über seine Aktivitäten informieren und unterschiedliche Menschen im Stadtteil erreichen.

 

 

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Klassenkampf bedeutet Internationale Solidarität

Beitrag zum 1. Mai 2019:

Weltweit gehen am Ersten Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiter*innen, Menschen auf die Straße. Am 1. Mai 1890 wurden zum ersten Mal international Massenstreiks und Massendemonstrationen durchgeführt. Seitdem fordern Menschen überall auf dem Globus ein gerechtes und würdiges Leben ein. Viele der weltweit geführten Kämpfe zur sozialen und politischen Befreiung und speziell Arbeitskämpfe kristallisieren sich an diesem Tag.

An diesem Tag sind die Kämpfe die wir vor Ort führen noch intensiver als sonst miteinander verbunden. Das gemeinsame Band, das uns an diesem Tag verbindet, eint uns im Kampf gegen die Welt der Reichen und Mächtigen, der systematischen Ausbeutung und Unterdrückung durch den Kapitalismus, Patriarchat und Imperialismus.

In Deutschland gibt es mit dem Hartz-IV-Regime noch ein Mindestmaß an sozialer Absicherung, um den sozialen Frieden aufrecht zu erhalten. Das ist zwar zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel. Jedoch sind die Klassengegensätze in Deutschland deshalb scheinbar noch nicht ganz so stark, die Arbeitsbedingungen angeblich nicht ganz so schlimm und Armut eine andere Armut als in vielen anderen Ländern. Entsprechend wenig kämpferisch sehen auch die Veranstaltungen der auf „Sozialpartnerschaft“ setzenden großen deutschen Gewerkschaften aus. Anders ist das in den Ländern des globalen Südens, von deren Ausbeutung westliche Staaten wie Deutschland profitieren. Dieses Ausbeutungsverhältnis wird Imperialismus genannt. Im Kapitalismus muss der Staat als ideeller Gesamtkapitalist durch das ständige Wachstum neue Absatzmärkte in anderen Ländern schaffen, um die sinkende Profitrate zu kompensieren und beispielsweise Rohstoffzugänge sicherzustellen. Dies kann über „Partnerschaften“ wie der BRD mit der Türkei, durch Unterstützung von Putschversuchen oder als Angriffskrieg realisiert werden. Auch wenn uns hier dieses Verhältnis von den Menschen dort unterscheidet, gibt es viel mehr, was uns eint.

Wir alle gehören zur lohnabhängigen Klasse, besitzen also keine Produktionsmittel und müssen unsere Arbeitskraft verkaufen. Dazu kommen Unterdrückungsverhältnisse wie durch Patriachat und Rassismus sowie der Kampf gegen den weltweit wiedererstarkenden Faschismus.

Praktischer Internationalismus hat in Europa eine lange Tradition. Menschen aus dem deutschsprachigen Raum haben sich schon an den vielfältigsten revolutionären Bewegungen auf der ganzen Welt beteiligt. Ein paar Beispiele sind Tamara Bunke, welche in Bolivien an der Seite von Che Guevara kämpfte und am 31. August 1967 von Konterguerillas ermordet wurde; Andrea Wolf die in den 1990er Jahren in Kurdistan kämpfte und am 23. Oktober 1998 fiel; Ivana Hoffmann, die im syrischen Teil Kurdistans – Rojava im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ am 7. März 2015 erschossen wurde. Heute beteiligen sich viele Menschen am Aufbau und der Verteidigung der Demokratische Föderation Nordsyrien – Rojavas.

In den letzten Jahren zeigten auch hier internationalistische Freiheitskämpfer*innen aktive Solidarität und bekämpften zusammen mit der YPG/YPJ den mörderischen IS. Dass sich Genoss*innen aus der ganzen Welt den kurdischen Selbstverteidigungskräften anschließen, erinnert an den Spanischen Bürgerkrieg. Damals schlossen sich über 5000 Menschen aus Deutschland den Internationalen Brigaden und den Milizen der CNT in Spanien an.

Doch auch für uns kann das heutige revolutionäre Projekt in Rojava als Errungenschaft gegen die Ausbeutung von Mensch und Umwelt und für die Frauenbefreiung und Schaffung von Räten gesehen werden, welche vor Ort erkämpft werden konnten. Wenn wir uns fragen, was genau zur Unterstützung getan werden kann, geben einige Berliner Genoss*innen ein Beispiel. Sie haben sich dem Hungerstreik der rund 7000 türkischen Gefangenen angeschlossen. Indem sie sich durch wiederholende öfffentliche Darstellungen am Hungerungerstreik gegen die Isolationshaft von Abdullah Öcalan beteiligen, was zur Zeit auch in anderen großen europäischen Städten, wie in Brüssel vor dem EU-Parlament, Helsinki oder in Basel stattfand. Sie setzen auch für den heutigen Ersten Mai eine politische Forderung und zeigen, dass diese ernst gemeint ist. So ernst, dass sie für einige der Hungerstreikenden in der Türkei bereits mit dem Tod endete.

Sie wollen Möglichkeiten aufzeigen, uns mit Rojava zu solidarisieren. Indem wir uns dafür einsetzen, dass die dortigen Basisinstitutionen, autonome Frauenbefreiung und der Demokratische Konföderalismus auch bei uns in lokale Kämpfe mit eingebunden wird und als Bewegung immer mehr Menschen anzieht, damit diese die Möglichkeit findet, um zu wachsen.

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

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