Der Kampf um Befreiung bleibt international (Aufruf)

Aufruf zum Internationalistischen Block auf der Demo gegen die Innenministerkonferenz

Am 28.11.2018 treffen sich die Innenminister der Länder und der Bundesinnenminister Horst Seehofer zur jährlichen Innenministerkonferenz. Bei diesem Treffen werden diestrategischen Leitlinien und die taktischen Mittel zur Herrschaftssicherung nach Innen besprochen. Dieses Jahr steht das Treffen unter besonderer Brisanz, weil die bundesweite Einführung verschiedener neuer Polizeigesetze ansteht.

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Besuch vom Verfassungsschutz

Vor kurzer Zeit wurde eine Genossin aus unserem Bündnis von zwei Mitarbeitern des Verfassungsschutzes besucht. Die beiden Männer versuchten, die Genossin unter Druck zu setzen und Informationen von ihr zu erhalten. Sie tat das einzig richtige und ließ sich auf kein Gespräch ein und schickte die Geheimdienstmitarbeiter weg. Wir werten diesen Anquatschversuch einerseits als versuchten Angriff auch auf unsere Struktur und unsere Arbeit, aber andererseits auch als Zeichen dafür, dass diese Arbeit offenbar so schlecht nicht sein kann. In jedem Fall ist klar, dass jeder Kampf für wirkliche Demokratie, Gleichberechtigung und Sozialismus den Geheimdiensten und vor allem dem Verfassungsschutz ein Dorn im Auge ist. Dies liegt nicht nur in der Natur der Sache, sondern wird auch beim Blick auf die Geschichte des Inlandsgeheimdienstes deutlich. Die zuletzt von VS-Chef Maßen bekannt gewordenen Aktivitäten und Äußerungen unterstreichen diese Feindschaft des Staates gegenüber fortschrittlichen Bewegungen.

Wir erklären uns solidarisch mit der Genossin! Anna und Arthur halten’s Maul!

Die Rote Hilfe Magdeburg hat zu diesem Vorfall ebenfalls eine Stellungnahme veröffentlicht, die hier zu finden ist: rotehilfemd.blogsport.de/2018/11/19/anquatsch-versuch-in-magdeburg-sachsen-anhalt

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Filmvorführung „In Erinnerung an Şehid Ronahî“

Am 23. Oktober 2018 jährt sich der Tag der Ermordung der Münchner Internationalistin Andrea Wolf (Ronahî) in Nordwestkurdistan zum 20. Mal. Aus diesem Anlass zeigen wir am Sonntag, den 21.10.2018, um 17 Uhr die Kurzdokumentation „In Erinnerung an Şehid Ronahî“. Darin kommen Weggefährt*innen Andreas und Andrea selbst zu Wort. Nach dem kurzen Film gibt es was zu essen und die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Sonntag | 21.10.2018 | 17 Uhr | Alt Fermersleben 26

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Gegen den Staatsbesuch Erdogans in Deutschland! Am 28.09.2018 auf nach Berlin!

Mehrfach haben wir die jüngsten Verbrechen des türkischen Präsidenten und Quasi-Diktator Erdogan thematisiert. Neben dem Krieg gegen die kurdische Bewegung in der Südtürkei führt die türkische Armee zusammen mit dschihadistischen Milizen Krieg in Rojava (Nordsyrien) und hält dort Gebiete besetzt. Immer wieder führen die Besatzer Plünderungen durch, entführen Menschen zur Lösegelderpressung oder bringen willkürlich Zivilist*innen um. Aber auch innerhalb der Türkei werden willkürlich politische Gegner*innen eingesperrt und regimekritische Journalist*innen inhaftiert. Nicht zuletzt erweiterte er im Juni 2018 durch Wahlbetrug seine Machtbefugnisse nochmals. Seitdem setzt das türkische Militär den Krieg gegen die Kurd*innen fort und verursachte im Kampf gegen die Guerilla in der Südtürkei in den vergangenen Wochen gezielt massive Waldbrände. Zudem wird der Überfall auf kurdische Gebiete im Nordirak vorbereitet.
Für die Bundesregierung offenbar alles kein allzu großes Problem. Sie geht einfach zur Tagesordnung über lässt den Präsidenten nach der Wahl zum Antrittsbesuch kommen und empfängt ihn mit allen Ehren. Auch schon zuvor waren weitere Waffenexporte trotz des Angriffs auf Rojava genehmigt worden. Dass man sich bei Verbrechen unter die Arme greift, hat schon seit des osmanischen Reiches historische Kontinuität. Offenbar setzt man darauf, dass die Verbrechen Erdogans schon irgendwann in Vergessenheit geraten. Und außerdem braucht die Bundesregierung die Türkei für wirtschaftliche Zusammenarbeit und fürs Zurückhalten der nach Europa strebenden Flüchtlinge.
Als Geschenk an Erdogan wurde im Vorfeld seines Besuchs das Anfang September von der Afrin-Solidaritätsplattform organiserte Kulturfestival in Dinslaken verboten. Dieses Verbot ist nur Teil einer langen Reihe von Verboten, Inhaftierungen und Beschlagnahmungen des deutschen Staates zur Bekämpfung der kurdischen Befreiungsbewegung in Deutschland, die seit Jahrzehnten besteht.
Zwar redet die Bundesregierung immer wieder von der Bedeutung der Demokratie, ihr Handeln beweist, dass es sich dabei aber nur um leere Worte handelt. Der Angriff der Türkei auf die demokratische Selbstverwaltung in Roajava, demokratischer Konföderalismus genannt, wird von ihr geduldet. Gleichzeitig schreitet in Deutschland die autoritäre Formierung in Staat und Gesellschaft voran. Dies zeigt sich beispielsweise im Wachsen der neuen faschistischen Bewegungen, in den Verstrickungen des Verfassungsschutzes mit der AfD und den neuen Polizeistaatsgesetzen.
Wenn wir am am 29.09.2018 nach Berlin zu fahren, dann protestieren wir nicht einfach nur gegen den Autokraten Erdogan und die deutsche Unterstützung für seine seine Verbrechen. Wir zeigen unsere Verbundenheit mit den Menschen in Kurdistan, die nach dem Vorbild des demokratischen Konföderalismus eine Alternative für die vorherrschenden kapitalistischen Staaten schaffen.

Erdogan hau ab! Hoch die internationale Solidarität!

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Veranstaltung 19. August 2018: 15’ê Tebaxê 1984 – 15. August 1984

Achtung!!!

Der Ort der Veranstaltung hat sich geändert! Sie findet nun im Nordpark statt!

Also 19.08.18, 13Uhr, Nordpark Magdeburg.

Wir werden außerdem gegen die Luftangriffe der türkischen Regierung auf den Şengal protestieren!

Am 15. August 1984 feuerten 22 GuerillakämpferInnen unter der Führung vom Kommandanten Egîd (Mahsûm Korkmaz) die erste Kugel in den Bergen Kurdistans gegen die Besatzung ihres Landes durch den türkischen Staat ab. Dies startete einen Guerillakrieg für Freiheit und die Selbstbestimmung des kurdischen Volkes. Die Revolution in Rojava und das Projekt der demokratischen Föderation Nordsyrien sind ein Resultat dieser historischen Aktion und der Anstrengungen tausendener Märtyrer, die in diesem Kampf gefallen sind.
Damals sagte die türkische Regierung, dass es nur Stunden bräuchte, um mit dieser kleinen Gruppe von „Terroristen“ fertig zu werden. Es hat sich zu einem 34 Jahren währenden Teil einer Revolution entwickelt, welcher sich Millionen Menschen auf der ganzen Welt angeschlossen haben und verteidigten.
Wir laden euch ein, den 34. Jahrestag des Guerillakampfes in Kurdistan mit uns zu feiern und gemeinsam die Luft der Freiheit zu atmen, die uns die kurdische Befreiungsbewegung von ihren Bergen bringt, um gemeinsam für Gleichheit, Freiheit und Selbstbestimmung aller Völker und Geschlechter zu kämpfen.

Sonntag 19. August 2018 – 13 Uhr
Nordpark – Magdeburg

Es wird gemeinsam gegrillt. Außerdem wird es Vorträge, Spiele und kulturelle Aktivitäten geben.

Bijî 15’ê Tebaxê! Bijî Berxwedana Gerilla! Bijî Berxwedana Efrînê!

Es lebe der 15. August! Es lebe der Widerstand der Guerilla! Es lebe der Widerstand in Afrin!

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Stellungnahme zu dem Angriff vom 9. August 2018

Am 9. August kam es während einer Kundgebung in Magdeburg, mit dem Motto „Freiheit für Öcalan und gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Kanton Afrin in der freien Förderation Nordsyrien – Rojava“, zu einem Angriff durch mindestens fünf Männer auf die KundgebungsteilnehmerInnen.

Die Angreifer kundschafteten die Kundgebung im Vorfeld ihres Angriffes aus. Sie beobachteten auch die an den Vortagen stattfindenden Kundgebungen, welche unter dem gleichem Motto liefen. Dabei machten sie Fotos und Videos von den KundgebungsteilnehmerInnen.

Sie starteten ihren Angriff mit Beleidigungen und Provokationen, speziell gegen die jungen Frauen, welche vor Ort waren. Nach kurzem Wortgefecht griffen sie gezielt die Frauen und einzelne männliche Teilnehmer an. Ihr Ziel war es, die Kundgebung mit Gewalt zu beenden und Angst zu verbreiten. Natürlich wurde dieser Angriff nicht widerstandslos hingenommen. Die an der Kundgebung Teilnehmenden verteidigten sich nach Kräften gegen diese hinterhältige Attacke.

Drei Genossinnen mussten wegen ihrer Verletzungen ins Krankenhaus, mehrere KundgebungsteilnehmerInnen mussten bei der später eintreffenden Polizei ihre Personalien abgeben. Während des gesamten Angriffes befanden sich mehrere Zivilpolizisten in der Umgebung, welche aber nicht eingegriffen haben.

Wie ist dieser Angriff politisch einzuordnen?

Als erstes ist zu sagen, dass dies keine ethnische Auseinandersetzung zwischen Kurden und Arabern, Türken und Syrern war oder ein religiöser Konflikt, sondern eine Konfrontation zwischen zwei Weltanschauungen.

Auf der einen Seite die faschistischen Ideen des Islamischen Staates und des AKP-Erdogan-Regimes und auf der anderen die fortschrittlichen Ideen der kurdischen Befreiungsbewegung, welche sich für Frieden zwischen den Völkern, Geschlechterbefreiung und für ein Ende des ausbeuterischen kapitalistischen Systems einsetzt.

Der Krieg im mittleren Osten und speziell in Kurdistan findet überall statt. Es ist nicht nur ein regionaler bewaffneter Konflikt, sondern ein ideologischer Krieg des kapitalistischen/imperialistischen Systems gegen die Unterdrückten auf der ganzen Welt, ob Asien, Europa oder hier in Deutschland.

Es ist auch speziell ein Krieg gegen die Frauen, welche gegen die patriarchale Mentalität eben dieses Systems kämpfen, das sie und die gesamte Gesellschaft unterdrückt.

Hier in Europa und Deutschland spüren wir diesen ideologischen Krieg in Form eines aufkommenden Faschismus, welcher sich besonders durch die neuen Polizeigesetze, die inhumane Abschottungspolitik und eine gnadenlose Unterdrückung sozialer Bewegungen auszeichnet. Dies bedeutet für uns, dass jede und jeder, der nicht ins System passt, Ziel von Repression werden kann.

Wir haben kein Vertrauen in den Staat und seine Repräsentanten, von ihnen haben wir nichts zu erwarten außer Verfolgung aufgrund unser freiheitlichen Ideen. Wenn wir jetzt nicht Maßnahmen gegen diese Angriffe treffen, werden sich diese intensivieren und ausbreiten. Wir müssen uns organisieren, eine Einheit bilden und geschlossen eine legitime Selbstverteidigung aufbauen.

Freiheit für Öcalan und alle politischen Gefangenen!

Schulter an Schulter gegen den Faschismus!

Jin, Jiyan, Azadî

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Filmvorführung: 14.Tîrmeh (14. Juli) – Die Hölle von Dîyarbakir

Am kommenden Samstag ist der Jahrestag des Widerstand des 14. Juli 1982. An diesem Tag begannen kurdische Revolutionäre im Knast von Diyarbakir (Amed, Kurdistan) ihren Hungerstreik. Wir zeigen deshalb am Samstag um 19 Uhr im Infoladen Stadtfeld den Film „14.Tîrmeh (14. Juli) – Die Hölle von Dîyarbakir“, der die Geschichte erzählt und die Hintergründe beschreibt.

Am 12. September 1980 ereignete sich in der Türkei ein Militärputsch, der sich gegen Demokraten, Linke und KurdInnen richtete. In der Folge wurde das Parlament quasi entmachtet und unter Kontrolle einer Militärregierung gestellt, die das Land auf Basis einer nationalistisch-religiösen Gleichschaltung führte. Zivilgesellschaftliche Gruppen und demokratische Strukturen wurden zerschlagen, KurdInnen verfolgt, tausende Personen wurden inhaftiert und in den Gefängnissen systematisch gefoltert. Der Film »14. Juli« erzählt die Geschichte der Helden des Hungerstreiks in dem türkischen Gefängnis der kurdischen Stadt Diyarbakir/Amed, der am 14. Juli 1982 begann und sich gegen die unmenschlichen Bedingungen in der Haft richtete.

Die Gegebenheiten in der Türkei heute sind nicht ohne einen Rückblick auf die Ereignisse nach dem Militärputsch 1980 zu verstehen. Aus diesem Grund ist dieser Film nicht nur von geschichtlichem Interesse, sondern immernoch aktuell.

Samstag | 14. Juli 2018 | 19 Uhr | Infoladen Stadtfeld | Alexander-Puschkin-Straße 20, 39108 Magdeburg

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Fi50WrWqUGc

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Solidaritätserklärung mit Grup Yorum

Die Teilnehmer des Treffens des Solidaritätsbündnis Kurdistan – Magdeburg protestieren entschieden gegen das Vorgehen der Landespolizeiinspektion Saalfeld gegen Grup Yorum und das rebellische Musikfestival.

Mit repressivem Vorgehen der deutschen Polizei haben wir auch am 01.09.2018 in Magdeburg Bekanntschaft gemacht, als die Einsatzkräfte gegen Demonstranten wegen Fahnen von YPG und YPJ vorgingen.

Wir sind dagegen, daß die Behörden in Deutschland Erdogans faschistisches Regime unterstützen und für ihn die Drecksarbeit machen.

Revolution ist kein Verbrechen!

Magdeburg, 17.05.2018

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Heute Kungebung auf dem Alten Markt

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Autokorso durch Magdeburg

Am Nachmittag des heutigen Tages führten wir einen Autokorso durch die Magdeburger Innenstadt durch. Nachdem wir hupend und mit Fahnen auf unser Anliegen aufmerksam gemacht hatten, wurde vor dem MDR-Gebäude noch eine kurze Kundgebung abgehalten. Dabei versuchte die Polizei ein Transparent mit der Aufschrift „Freiheit für Öcalan“ zu verbieten. Dies entbehrte natürlich jeglicher Grundlage, weshalb wir das Transpi trotzdem nicht einpackten und weiter zeigten. Dieses Beispiel verdeutlicht jedoch einerseits die ständige Kriminalisierung der kurdischen Freiheitsbewegung durch die deutschen Behörden. Andererseits zeigt es die Unsicherheit auf der Seite der Polizei, die durch verschiedene sich teilweise widersprechende Verbote von kurdischen Symbolen keinen Durchblick hat.

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